www.brunhild-krueger.de -  Startseite  » EINMISCHUNGEN(EMI)  »  MÄRCHENHAFTES
banner emi - EINMISCHUNGEN

MÄRCHENHAFTES


"MÄRCHENHAFTES" enthält zum einen Verknüpfungen  von Fragen aus dem aktuellen Geschehen mit bekannten Märchen, Sagen und Legenden, zum anderen auch fiktive Geschichten, erfundene, unwirkliche Ereignisse, die mit dem einen oder anderen Hintergedanken  erzählt werden.

Besonders auffällig ist, wie mit Hilfe von Märchen eine Einstellung zur Arbeit vermittelt wird, die gute Arbeit belohnt und Faulheit und schlechte Arbeit bestraft. Doch ist das wirklich so? Finden sich hinter dem ersten Eindruck nicht noch weitergehende Einsichten? Wie ist das bei Frau Holle? Wird da die fleißige Marie belohnt oder wird da nicht eher das Mädchen bestraft, das nur das Geld,  nur den "Lohn" der Arbeit sieht, die aber nicht erkennt, welche Arbeiten nötig sind, z. B. das Brot aus dem Backofen zu ziehen? Dass es darauf ankommt, diese Arbeiten - unabhängig davon, ob sie Lohn bringen oder nicht - zu tun, einfach, weil sie getan werden müssen? Dass es sogar - wie im Märchen von den wilden Schwänen - nötig sein kann, eine Arbeit auch dann zu tun, wenn sie einem das Leben kosten kann?

Ein Gleichnis aus den Konfuzius-Überlieferungen mag diese Arbeits-Lehre veranschaulichen:
Ein Mönch kam zu seinem Lehrer und fragte ihn: Meister, ich habe alle verlangten Übungen absolviert, was muß ich noch tun, um Erleuchtung zu finden? Der Meister fragte zurück: Hast du fertig gegessen? Als der Mönch das bejahte, erwiderte der Meister: Dann geh und wasch deine Schüssel. Der Mönch tat es und verstand.







Hier nun die Übersicht der ersten Märchen, die auf die darin enthaltenen Arbeits-Lehren untersucht werden:

ASCHENPUTTEL Das "Aschenputtel-Prinzip" ist bis heute aktuell: wer die Drecksarbeit macht, bekommt auch den geringsten Lohn
- über ungerechte Aufteilung der vorhandenen Arbeit,
Demütigung des Arbeitenden und
über einen "märchenhaften" Lohn für fleißige Arbeit

FRAU HOLLE Frau Holle
Über den Unterschied zwischen dem Interesse an der Arbeit, die notwendigerweise zu tun ist, und dem Interesse an einem Lohn, bei dem die Arbeit völlig gleichgültig ist.
Die Gegenüberstellung von zwei Einstellungen zur Arbeit: das Erkennen der notwendigen Arbeit, die auch ohne Lohn zu erwarten gern gemacht wird einerseits,
und andererseits die Gleichgültigkeit einer Arbeit gegenüber, wenn es nur um den erwarteten Lohn geht.

HÄNSEL UND GRETEL Hänsel und Gretel
Die Geschichte vom Mindestlohn
- oder: wenn der Arbeitslohn nicht genügt, eine Familie zu ernähren.
Das immer noch aktuelle Phänomen, dass Menschen von ihrer (Lohn-)Arbeit nicht leben können, ihre Familie nicht ernähren können.
Heute setzt man Kinder (fast) nicht mehr aus - man bekommt erst gar keine.

HÜHNCHEN, MAUS UND BIRKHUHN Hühnchen, Maus und Birkhuhn
"Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen"  heißt es. Doch was machen die, die arbeiten wollen, aber keine Arbeit bekommen?
Ein Arbeitserziehungsmärchen wird etwas umgeschrieben.

DIE WILDEN SCHWÄNE Die wilden Schwäne
Über eine Arbeit, die man auch dann tut, tun muss, wenn als "Lohn" der Scheiterhaufen droht - die Arbeit aus Liebe.

RUMPELSTILZCHEN Rumpelstilzchen
Über die Frage, welcher Lohn für eine Arbeit angemessen ist und ob man gar einen ganzen Menschen als Lohn verlangen darf.



Seitenversion: 22.02.2016
URL: www.brunhild-krueger.de/emi/emi3-maerchen/emi30_maerchenhaftes.html

Bearbeitungsnotizen: