WISSENSCHAFTSKRITIK
SPLITTER
(kleine wissenschaftskritische Anmerkungen)
Kritik ruft bei denen, die davon betroffen sind, oft unangenehme Gefühle hervor. Das ist verständlich, sehr sogar. Logischerweise haben auch Wissenschaftler eine natürliche Abneigung gegen Kritik, wie jeder andere Mensch auch.
Kritik wirkt oft so, als hätte man sich einen Splitter eingerissen, der nun schmerzt und schwer wieder loszuwerden ist. Deshalb erschien mir
"Splitter" als treffender Name für diese kleineren wissenschaftskritische Anmerkungen hier.
Vor vielen Jahren habe ich mich entschieden, nur Menschen zu kritisieren, die mir wichtig und wertvoll sind. Selbstgefälllige Idioten, Ignoranten und bestimmte Leute, die sich für sehr schlau halten, kommen nicht in den Genuss meiner Kritik.
Da denke ich immer: "Sag es ihnen nicht, sollen sie sich doch blamieren, wo es nur geht!" Ja, so gemein bin ich.
Für mich persönlich halte ich es so, dass ich auch gemeine und gehässige Bemerkungen anderer (das, was man gemeinhin unter "Kritik" versteht) dahingehend prüfe, ob sich nicht doch eine kleine Wahrheit darin befindet, die ich ernst nehmen sollte.
"Helfende Kritik" - so etwas kennt man heute leider kaum noch.
Natürlich verschafft Kritik dem Kritiker ein gutes Gefühl, ein Überlegenheitsgefühl. Mancheiner entwickelt geradezu eine Kritiklust, eine Kritiksucht.
Satire und Humor - was wären sie, wenn nicht auch immer ein wenig Kritik mitschwänge?
Anders gesagt - in einer heiteren, offenen, freundlichen Atmosphäre können kritische Bemerkungen Denkanstöße vermitteln und Anlass zu interessanten Diskussionen geben.
Es wäre schön, wenn meine "Splitter" aus dieser Sicht heraus gelesen und verstanden werden.
• Splitter Nr. 3 -
Gedanken über ein "Ende der Teilbarkeit" im
makroskopischen Bereich (22.02.2026)
• Splitter Nr. 2 -
Die Ladung des Neutrons - Quarks versus Kernelektron
und Ockhams Rasiermesser (22.02.2026)
• Splitter Nr. 1 -
Erich von Däniken versus magnetische Monopole -
Über den Unterschied zwischen Hypothesen und
Spekulationen (22.02.2026)
Splitter Nr. 3 vom 22.02.2026
Teilbarkeit und ihre Grenzen - das Bild vom "unteilbaren Ding"
Das Bild vom Atom (das "Unteilbare") hat viele gute Dienste geleistet, die Struktur der Materie vorstellbar zu machen. Immer stieß man dabei jedoch auch an erkenntnistheoretische Grenzen:
Gibt es ein "Ende der Teilbarkeit"?
Weder ein "Ja" noch ein "Nein" war (und ist) eine befriedigende Antwort.
Es gibt jedoch eine ganz einfache Lösung des Problems. Ein ganz einfaches Beispiel zeigt diese fundamentale Tatsache:
Ein Wirbelsturm oder Tornado ist trotz seiner räumlichen Ausdehnung definitiv "nicht teilbar".
Man muss sich von der Vorstellung verabschieden, die räumliche Ausdehnung und Teilbarkeit koppelt.
Hier ist übrigens
der Berührungspunkt zur Systemtheorie - aber das werde ich später noch an anderer Stelle weiter ausführen.
Splitter Nr. 2
Warum gibt es kein "Kernelektron"? Besser gefragt: Warum darf es kein Elektron im Atomkern geben? Andererseits - diese seltsamen Ladungen der Quarks verstehe wer will.
Die Frage, warum das "Neutron" nicht aus Elektron und Proton zusammengesetzt sein "darf", hat mich jahrelang beschäftigt.
Kürzlich fand ich einen sehr direkten Hinweis darauf (kann aktuell die Quelle aber nicht mehr nennen),
dass es nur darum geht, dass ein Kernelektron nicht in die geltende Theorie passt, ein Widerspruch zu den aktuellen Modellen bzw. Theorien ist.
Ist das wirklich so?
Andererseits möchte ich in diesem Zusammenhang auf die seltsamen Konfigurationen der Ladungen der Quarks in Neutron und Proton verweisen.
Darin treten
in der Wirklichkeit nicht beobachtbare und nicht nachweisbare 2/3- und 1/3-Ladungen auf, Ladungen sind (theoretisch) also doch im Kern vorhanden.
Mit "Ockhams Rasiermesser" kann man fragen, welcher Erklärungsversuch - der eines Elektrons, das mit einem Proton zum Neutron verschmolzen ein neutrales Neutron ergibt, oder diese Quarks-Darstellungen - einfacher, logischer, vorstellbarer ist.
Auf der Seite
EINE ERSTE ÜBERSICHT, WAS MEIN MODELL KANN (hier in den GRUNDFRAGEN DER PHYSIK » MEIN MODELL),
im Abschnitt über Ockhams Rasiermesser, gibt es weitere Notizen zu dieser Frage.
Splitter Nr. 1
In meinem ersten "Splitter" frage ich nach den Gemeinsamkeiten bzw. den Unterschieden zwischen den Spekulationen eines Erich von Däniken und den theoretischen Überlegungen im Zusammenhang mit den so genannten "magnetischen Monopolen".
Erich von Däniken (EvD) ist im Januar 2026 verstorben. Sein Name ist weltweit bekannt.
Was ihn mir so sympathisch machte, war meine Großmutter (sie hatte nie von EvD gehört), die mir schon als Kind auch die Bibelgeschichten von den Göttern, die zur Erde herabstiegen und sich mit den Menschen paarten, erzählte. Ein Buch von ihr,
"Der Turmbau zu Babel - ein Märchen?" Quelle , hat mir damals auch gezeigt, dass viele der biblischen Geschichten durchaus historische Hintergründe haben können (was ja damals zu DDR-Zeiten offiziell nicht ganz so gesehen wurde).
Sicher war manches, was Däniken aus Funden und Geschichten herauslas, etwas spekulativ, aber damit weckte er das Interesse an Geschichte und Archäologie bei vielen.
In der Berliner Zeitung gab es einen aus meiner Sicht nett geschriebenen Nachruf, der das auch erwähnt: https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/der-mann-der-uns-die-goetter-vom-himmel-holte-li.10013562
Allerdings sucht der Autor
das Schubfach, in das er Däniken stecken kann, er schreibt z. B.:
Was war das eigentlich, was er da schrieb? Waren es Sachbücher? Dann müsste man sie an wissenschaftlichen Maßstäben messen, und sie würden krachend durchfallen. Waren es Romane? Dann hätte er sie als solche kennzeichnen müssen. Waren es philosophische Essays? Spekulationen? Unterhaltungsliteratur mit archäologischem Anstrich?
Die Nachricht von Däniken kam kurz nachdem ich mehrere Artikel über
die als wissenschaftlich dargestellte Suche nach "magnetischen Monopolen" gelesen hatte.
Von Anfang an erschien mir diese Vorstellung als so schwachsinnig, dass es mich peinlich berührt hat:
Nur weil Physiker sich damit befassen, muss es ja nicht unbedingt "wissenschaftlich" sein!
Schon der "theoretische Ansatz", dass man eine Symmetrie zwischen elektrischen und magnetischen Phänomenen sucht, ist - so an "wissenschaftlichen Maßstäben gemessen" - ziemlich weit hergeholte Phantasie bzw. Wunschbild von Physikern. Absonderlich ist aber vor allem, dass man sich diese "magnetischen Monopole" als "Teilchen" denkt, in Analogie zu Elektronen bzw. elektrischen Ladungen.
Das bisherige Wissen über Magnetismus schließt die Vorstellung von "magnetischen Monopolen" geradezu aus.
Welches reale, bisher beobachtete Phänomen lässt auch nur annähernd zu, sich mit solchen Fragen überhaupt zu befassen?
Die Möglichkeit außerirdischen, auch intelligenten Lebens, ist realistisch und gar nicht so gering. Dass es schon fremdes intelligentes Leben auf die Erde verschlagen hat,
kann nicht ausgeschlossen werden (siehe Bibel). Das kann man getrost als wissenschaftliche oder erkenntnistheoretische Basis für alles, was Däniken vermutet hat, bezeichnen. Auch moderne Forschungen befassen sich mit der Suche nach außerirdischem Leben.
Die Hypothese "außerirdisches Leben, das womöglich schon mal die Erde besucht hat", ist also gar nicht so abwegig, wie es vielleicht erscheinen mag.
Vor einem wissenschaftlichen Beweis gibt es immer Vermutungen, Spekulationen, Hypothesen, Interpretationen, die im eigentlichen Sinne noch nicht "wissenschaftlich" sind, die sich später ggf. als falsch herausstellen, oft aber auch als richtig. Auch das ist noch nicht per se "unwissenschaftlich".
In meinen Augen ist diese Idee der "magnetischen Monopole" hochgradig abstoßend, noch wirklichkeitsfremder als die Idee, ein Perpetuum mobile bauen zu wollen.
Demgegenüber hat Erich von Däniken die Leute nicht nur unterhalten, sondern sie neugierig gemacht und inspiriert, sich mit Geschichte und Astronomie zu beschäftigen.
Wissenschaftliche Erkenntnisse können übrigens in jeder Form daher kommen. Auch als Kunstwerk, als Lied, auf einen Schmierzettel gekritzelt, als Roman verkleidet. Und sie sind nicht das Privileg von Leuten mit Titeln und einer bezahlten Anstellung in einem Wissenschaftsbetrieb.
Das hat die Wissenschaftsgeschichte mehrfach bewiesen.