banner fri - FRIDOLIN, DIE GESCHICHTE EINES ATOMMODELLS
»GESTATTEN, FRIDOLIN« - EINE KLEINE EINFÜHRUNG

DIE IDEE

Kann man sich das Atom auch ganz anders vorstellen?
Die Idee - einige Grundzüge meines Atommodells


• Die Weiterenwicklung eines Modells - welches Ziel muss sie haben?
• Anforderungen an ein neues Atommodell
• Ein Einschub im Mai 2007
• Fortsetzung: Anforderungen an ein neues Atommodell
• Wenn eine Lehrerin Ihnen das Atom so vorgestellt hätte wie ich es hier tue, hätten Sie es dann angezweifelt?
• Was ist Energie, was ist "Wirk-Kraft"?
• Zwei zu eins machen - eine Anwendung der "Weltformel"


Die Weiterenwicklung eines Modells -
welches Ziel muss sie haben?

Das "Mini-Planetensystem-Modell" war ein erster Versuch, sich die innere Struktur eines Atoms vorzustellen. Es ist wie mit den Autos – das erste Modell sah noch wie ein Pferdekutsche aus. Erst nach und nach erhielt das Auto – von Modell zu Modell sich weiterentwickelnd - seine eigene, heutige Form: immer besser funktionierend, mit einer eigenen Ästhetik, immer sicherer. Analog sollte das Atommodell in den vergangenen einhundert Jahren "funktionstüchtiger" geworden sein. Hieße das nicht, es müsste vor allem anschaulicher und verständlicher geworden sein? Ein verbessertes Modell müsste auch noch mehr können: es müsste die Widersprüche des alten "ins Nichts" gehen lassen, so wie mit dem Kugelmodell der Erde die Frage nach dem Rand der Scheibe sinnlos und "gegenstandslos" wurde, "ins Nichts" ging.

Anforderungen an ein neues Atommodell

Ein neues Modell muss natürlich mit den beobachteten Erscheinungen übereinstimmen. Diese Forderung erscheint trivial und simpel – wird jedoch in bisherigen Modellen oft übergangen: ein Beispiel sind die sogenannten "reversiblen Prozesse", die es in Wirklichkeit überhaupt nicht gibt.

Dieses Modell muss bisherige Bilder und Modelle (vielleicht auch "vergessene" wie das Kelvinsche Wirbelatom oder vor hundert Jahren als nicht passend erscheinende) in sich vereinen, sie "aufheben" im dialektischen Sinne: ihre brauchbaren Komponenten bewahren, ihre Schwächen überwinden, das alte Modell in eine neue Qualität bringen.

Ein Einschub im Mai 2007

Diese Herangehensweise beinhaltet auch, dass die verschiedenen Modelle zusammengeführt werden können und man letztlich von EINEM ATOMMODELL in seine Vielfalt und historischen Entwicklung wird sprechen können.

Um noch einmal auf Pferdekutsche und Auto zurückzukommen: in diesem dialektischen Sinne sind auch sie nicht wirklich unterschieden: sie sind auch nur zwei Variationen des einen: des Räderfahrzeuges für die Fortbewegung von Menschen und Gegenständen.
An diesem Beispiel wird auch deutlich, wie Erkenntnis an die richtige Begriffswahl bzw. Definition gebunden ist.

Fortsetzung: Anforderungen an ein neues Atommodell

Das "Atom" muss auch in diesem neuen Modell eine relative Selbständigkeit und Abgegrenztheit gegenüber anderen Atomen haben, die elektrischen Ladungen müssen auf zwei "Pole" verteilt sein, es muss an einer Stelle eine größere Massekonzentration aufweisen als an anderen Stellen (Rutherfordsche Streuversuch). Außerdem sollte dieses neue Modell das Atom und seine Wechselwirkungen mit anderen Atomen (Gravitation, elektromagnetische Felder), sowie die in ihm selbst wirkenden Kräfte nicht nur als „eins“ darstellen, sondern sie auch anschaulich machen, anschaulicher als in den bisherigen Modellen. So könnte es vielleicht endlich eine weiterführende Erklärung dafür geben, was man sich unter elektrischen Ladungen vorstellen kann.

Der Welle-Teilchen-Dualismus muss in diesem Modell ein einfaches Bild finden. Analogien zu makroskopischen Erscheinungen (es müssen nicht Planeten sein) wären wünschenswert, ebenso die Berücksichtigung philosophischer Erkenntnisse über Evolution bzw. Schöpfung. Sollte es vielleicht sogar denkbar sein, ein Atommodell zu finden, das grundlegendes mythologisches Wissen aufgreift und in moderner Sprache neu interpretiert?

Die wichtigste Eigenschaft eines neuen "Atommodells" muss jedoch sein, unsere Erkenntnisüber das, was "die Welt im Innersten zusammenhält" eine Stufe höher zu führen.

Wenn eine Lehrerin Ihnen das Atom so vorgestellt hätte wie ich es hier tue, hätten Sie es dann angezweifelt?


Bitte stellen Sie sich nun das Wasserstoff-Atom noch einmal vor, nun aber ganz anders als vorhin. Damit es vielleicht etwas leichter wird, das Folgende denken zu können, vergessen Sie bitte alles, was Sie bisher über Atome gehört haben und stellen Sie sich vor, Sie wären noch Schüler oder Schülerin und Ihre Physiklehrerin würde Ihnen heute zum ersten Mal etwas von einem Atom und seiner inneren Struktur erzählen. Sie könnte z. B. nach einer Einführung des Begriffs "Atom" und dem Gedankenexperiment des Teilens eines Körpers bis zum "Unteilbaren" sagen:

"Ein Atom besteht aus Elektronen und Protonen. Das »Proton« ist eine Energiequelle: so wie aus einer Wasserquelle Wasser aus dem Boden quillt, quillt »Energie« aus dem Proton. Das »Elektron« ist eine Energiesenke. In ihr verschwindet die »Energie«, die »WIRK-Kraft« wieder, nachdem sie in der WIRK-lichkeit wirk-sam wurde. So wie Wasser im Wüstensand versickert, so versinkt die Energie, verschwindet aus der Wirklichkeit, hat »sich erschöpft«."

Diese Vorstellung ist ungewohnt. Ist sie deshalb "falsch" ? Ist sie unangenehm oder macht sie neugierig, provoziert sie Fragen?
Hätten Sie darüber nachgedacht, ob diese Vorstellung "richtig" ist, wenn Sie es schon als Kind in der Schule so und nicht anders gelernt hätten?

Was ist Energie, was ist "Wirk-Kraft"?

Über das Wesen dieser "Energie", dieser "Wirkkraft" wissen wir mit dieser Sichtweise noch genauso wenig wie in den alten Vorstellungen. Wir wissen nicht, was sie ist. Wir erkennen sie nicht direkt, nur an ihren Wirkungen. Wo sie auch "herkommt", wo sie auch "hingeht" – darüber wissen wir nichts. Vielleicht wissen wir es schon, haben es nur noch nicht "interpretiert", noch nicht richtig verstanden? Vielleicht ist das, was wir über diese "andere Welt", aus der die Energie kommt und wohin sie wieder verschwindet, wissen, nur wie ein anderes Puzzleteil unseres Wissens, das noch nicht "am richtigen Platz" liegt? Anders ausgedrückt: wir haben die Zusammenhänge zwischen dem Nichts, dieser „nichtwirklichen Welt“ und unserer realen, materiellen, wirklichen Welt noch nicht erkannt? Ob Himmel, Hölle, Jenseits, Nirwana, transzendente Welt, Informationsebene, „Spiegelwelt“, höhere Dimensionen, – wer weiß, welche Namen wir dieser Welt schon gegeben haben oder noch geben werden?

Es gibt noch ein anders Modell, sich dieses Fließen von Energie vorzustellen: das, was wir in der WIRKLICHKEIT erleben, war vorher MÖGLICHKEIT, ZUKUNFT. Dann ist die Wirk-Kraft eine Kraft, die vorher „potentielle Kraft“, „potentielle Energie“ war, sie kommt aus der „Möglichkeitswelt“, fließt durch die wirkliche Welt, macht hier irgendetwas – Licht oder Gravitation, Elektrizität oder kleine Babys – und dann, husch, ist sie wieder verschwunden. Aber nicht ganz. Sie geht jetzt in eine Welt, die wir „ERINNERUNG“, „VERGANGENHEIT“ oder ähnlich nennen könnten. Denkbar ist es. Ist es auch möglich?

Bleiben wir jedoch lieber bei der in der Physik inzwischen eingebürgerten Annahme von "höheren Dimensionen": die Energie, die Wirk-Kraft kommt aus "höheren Dimensionen" und geht in "höhere Dimensionen" als die der realen Welt zugeordnete "vierdimensionale Raumzeit".

Zwei zu eins machen - eine Anwendung der "Weltformel"

Die Übergangsbereiche zu diesen "höheren Dimensionen" sind die in unserem dreidimensionalen Raum als Protonen und Elektronen erlebten Quellen und Senken.
Proton und Elektron sind "für sich" gesehen keine "ganzen" Teilchen mehr, sondern nur noch Bestandteile eines Quelle-Senke-Komplexes, der aus den Quell- und Senke-Punkten und den Energieströmen (bzw. Feldern, Wechselwirkungen) als einer zusammengehörigen Einheit besteht.

In diesem Bild ist das Neutron dann als ein ähnlicher Quelle-Senke-Komplex anzusehen. Jedoch sind seine Energieströme nach außen kleiner als beim Proton-Elektron-Komplex: die als Ladung wahrgenommenen Energieströme verschwinden beim Neutron nach Austritt aus der Quelle auf kürzestem Weg wieder in der Senke. Elektron-Proton sind sozusagen aufgeklappte Quelle-Senke-Verbindungen, beim Neutron liegen Quelle und Senke direkt übereinander.

Auf den ersten Blick mag dieses Atommodell etwas verrückt erscheinen. Mir hat es in den vergangenen Jahren jedoch schon viele schöne Stunden des Erkennens und Fragens, des Suchens nach Antwort und des Neu–Interpretierens und Besser-Verstehens meines bisherigen Wissens gebracht. Wenn ich das alles aufschreiben wollte, käme mehr als ein dickes Buch zustande. Diese Broschüre ist deshalb nur als erste kleine Kostprobe anzusehen.

Vielleicht kann dieses Heftchen Sie anregen, sich selbst die Wirklichkeit im Bild dieses Modells zu denken, vielleicht entwickeln Sie dabei weiterführende, eigene Gedanken, die das Modell bereichern können?

Ich möchte im folgenden zeigen, dass dieses Modell wirklich in der Lage ist, unser bisheriges philosophisches und physikalisches Wissen neu zu interpretieren, es anschaulicher zu machen und dass es vor allem hilft, die verschiedenen Wissensbereiche miteinander zu verknüpfen.

  → Fortsetzung:  DIE PHILOSOPHIE