www.brunhild-krueger.de -  Startseite  » HEITERE ZUKUNFT (HZ)  » NADELÖHR GRUNDEINKOMMENbanner HZ -  HEITERE ZUKUNFT -  EIN ZUKUNFTSMODELL STELLT SICH VOR

DAS NADELÖHR IN DIE ZUKUNFT - DAS GRUNDEINKOMMEN


Würde des Menschen
Nichts mehr davon, ich bitt euch.
Zu essen gebt ihm, zu wohnen,
Habt ihr die Blöße bedeckt,
gibt sich die Würde von selbst.

Friedrich Schiller Quelle Schiller, F. (1)

Der erste "Keim des Neuen", mehr noch, das "ökonomische Nadelöhr in die Zukunft" ist aus meiner Sicht die Idee, allen Menschen ein Minimum an  Zuwendungen materieller und / oder finanzieller Art zukommen zu lassen, das existenzsichernd ist.

Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich hierfür vor allem das Wort "Grundeinkommen"A1 eingebürgert.

Meine These (also der aus meiner Sicht wichtigste Gedanke, der Kerngedanke des Grundeinkommens sozusagen) ist,
dass das Grundeinkommen zu einer höheren individuellen Freiheit führt und damit in seiner historischen Tragweite vergleichbar ist mit dem Beschluss der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen  - es ist sozusagen die Organisationsbasis, die  finanziell-ökonomische Voraussetzung für die Umsetzung dieser Menschenrechte.
Ohne Grundeinkommen bleiben die Menschenrechte Ideale, Absichtserklärungen, fromme Wünsche.
Erst mit der Sicherung des Existenzminimums für jeden einzelnen Menschen auf der ganzen Erde kann, darf man das Wort "Freiheit" überhaupt in den Mund nehmen.

Ich glaube, mit dem Begriff des "Nadelöhrs"  kann man diese Frage recht anschaulich machen:
Das Grundeinkommen ist eine Art "dünne Stelle" auf dem Weg in die Zukunft, die schwierig zu passieren sein wird. Solange man ihr jedoch ausweicht, sie zu umgehen versucht, bleibt man immer noch in den  Zwängen der Gegenwart gefangen.
Viele alte Dinge müssen wir abstreifen und vor allem viele von den schönen, bequemen, alten Denkgewohnheiten "abspecken", wenn wir da durch wollen.

Anders gesagt, es wird es keine Alternative zu diesem "Nadelöhr" geben, es ist absolut "alternativlos".
Früher oder später - und das war damals, als ich zum ersten Mal von dieser Idee hörte, von der ersten Sekunde an meine feste Überzeugung - wird es eingeführt werden.
Je eher das passiert, desto eher und schneller kann es seine Kraft, sein zukunftsgestaltendes Potential entfalten.
Je länger wir warten, desto länger zögert sich die mit dem Grundeinkommen einhergehende freie Zukunft hinaus.
Ich behaupte, mit jedem Jahr, das wir jetzt noch mit der Einführung warten, verlieren wir mindestens zwei Jahre dieser Zukunft. Eines Tages werden wir wissen, was wir unseren Kindern und deren Kindern damit angetan haben, dass wir so lange gezögert haben damit.

Was mich so sicher macht, dass dieses Grundeinkommen unausweichlich ist:
Wir leben in einer Gesellschaft, die ihren Überfluss mit den Methoden der Mangelgesellschaft verteilt. Der Aufwand für die Verteilung dieses Überflusses dürfte inzwischen schon höher liegen als der Aufwand für die Produktion dieses Reichtums.
Das Grundeinkommen wäre also ein erster Schritt in Richtung effektivere Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums.
(22.02.2020 - Eine ausführlichere Argumentation zu dieser These wird folgen.)

Apropos Kinder - s. u.: Kinder und Grundeinkommen

Ich habe begonnen, mein in  mehr als 20 Jahren gesammeltes Material zu sichten. Erste Texte (noch aus dem Jahr 2016, z. T. ein bisschen veraltet  inzwischen) finden sich hier:

DAS ÖKONOMISCHE "MUST HAVE" Ich versuche in diesem Thema, Argumente für dieses Grundeinkommen zu sammeln, die weit über die meist verwendeten sozialen bzw. ethisch-moralischen Argumente hinausgehen:
ich suche nach einer ökonomischen, marktwirtschaftlichen Begründung, die auch Unternehmer und bisher sich ablehnend verhaltende Politiker überzeugen kann.
Seinen komplexen Charakter zeige ich u. a. in der Argumentation, dass das Grundeinkommen "marktkonform" und "marktfreundlich" ist, während der Mindestlohn einen äußeren Eingriff in das Selbstregulierungsgesetz der Marktwirtschaft darstellt.

Es geht auch um die These "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen", um die "Selbstorganisation des Arbeitsmarktes" und um das von Karl Marx entdeckte  "Gesetz des  Wechsels der Arbeit".

DIE GRÖSSTE FRAGE DER WELT "Gäbe es ein Grundeinkommen, was würden Sie tun?" "Was würdest Du arbeiten, wenn für Dein Einkommen gesorgt wäre?"
Mit diesen Fragen wird die "Faulheits-Unterstellung" der Gegner des Grundeinkommens sozusagen auf den Kopf gestellt durch die Unterstellung, dass die meisten Menschen eben NICHT faul werden würden, wenn ein Grundeinkommen gezahlt würde - sondern ganz im Gegenteil ...

ZUR GESCHICHTE DES GRUNDEINKOMMENS Natürlich hat die Idee des Grundeinkommens reale Vorläufer in der Geschichte, diese reichen vielleicht sogar bis zurück zu den Neandertalern ....
GEGNER DES GRUNDEINKOMMENS Hier kommen die Gegner der Idee des Grundeinkommens zu Wort. Ich untersuche deren Argumente und suche deren Motive.
Frei nach dem Motto: Je reicher jemand ist, desto mehr wehrt er sich gegen das BGE. (Das gilt nicht pauschal für alle Reiche!)



Kinder und Grundeinkommen

Der Schlagzeilen sind gar viele, die da jammern und klagen über die armen (im doppelten Sinne des Wortes "arm" - die finanzielle Armut und die Bedauerrhetorik-Armut) benachteiligten Kindern aus armen Familien.
Am 18.08.2016  habe ich  z. B. in der MZ S. 6 gefunden: "Elternglück mit Schatten
STUDIE Stress, Zukunftsangst oder Armut in der Familie benachteiligen Kinder. Nun soll bei Arztbesuchen beraten werden - zumindest in einem Modellprojekt."
Da fehlen auch keine Statistiken ("Jedes siebte Kind lebt in Deutschland von Hartz IV.") und Hinweise auf die besondere Situation Alleinerziehender.  Die betroffenen Eltern resignieren oft.
Die Zeiten, in denen sie ihre Kinder im Wald aussetzt sind ja vorbei.

Zu dieser Frage habe ich an zwei anderen Stellen einige Texte anzubieten:

In HÄNSEL UND GRETEL (in EINMISCHUNGEN » MÄRCHENHAFTES) geht es mir darum, den Zusammenhang zwischen diesem Märchen und der Not von Familien mit Kindern in der heutigen Zeit sichtbar zu machen, zu zeigen, dass dieses Märchen hochaktuell ist, bis heute nichts von von seiner Brisanz verloren hat.

In KLEINE TEXTE, im Text "Kinder, Kinder" (in EINMISCHUNGEN » ZEITGEIST AUFGEMISCH) mache ich den Vorschlag, dass die Kosten für Kinder "entindividualisiert" werden müssen, damit jede Frau mit Kinderwunsch diesen Wunsch auch in die Tat umsetzen kann, unabhängig von der wirtschaftlichen Leistungskraft des biologischen Vaters. Eine Entlastung der Eltern-Kind-Beziehungen wäre  nur eine der positiven Folgen eines Grundeinkommens für Kinder bis zum 18. Lebensjahr.


Anmerkung A1
Hinter den verschiedenen Bezeichnungen für ein solches Grundeinkommen, wie z. B. "Basiseinkommen",  "Basic income", "bedingungslose Grundeinkommen -  BGE" bzw. "Bürgergeld" stehen natürlich auch verschiedene Konzepte für seine mögliche Umsetzung.

Für einen einfacheren Sprachgebrauch werde ich hier i. a.  verkürzt den Begriff "Grundeinkommen" verwenden, da ich zuerst das Prinzip, die Idee als solches  zur Diskussion stellen will, ehe ich auf Details der Umsetzung eingehen werde. Dann werden auch auf die eben genannten Begriffe bzw. Konzepte eingehen.
Eine Seite "Glossar  Grundeinkommen" ist zum 22.02.2020 noch nicht ganz fertig geworden. In ihr werde ich auf die verschiedenen Bezeichnungen und kurz auch auf die zugehörigen Konzepte für so eine Garantie des Existenzminimums eingehen.

Seitenversion: akt 22.02.2020
URL:  www.brunhild-krueger.de/hz/hz7-grundeinkommen/hz70_grundeinkommen.html