»GESTATTEN, FRIDOLIN« - EINE KLEINE EINFÜHRUNG
DAS VOR-SPIEL
Wie es zu dieser Broschüre kam. Warum ein Atommodell den Namen "Fridolin" bekam. Ist „neues Denken“, „Neues denken“ denkbar?
Die Übersicht
1. Wie es zu dieser Broschüre kam
2. Warum ein Atommodell den Namen "Fridolin" bekam
3. Eine Betrachtung über den Zusammenhang von Wissenschaft und Spiel
4. Eine Frage, ob "neues Denken", "Neues denken" denkbar ist oder ob die Angst vor dem Neuen das nicht erlaubt
1. Wie es zu dieser Broschüre kam
Nachdem mir die Idee zu dem Modell im Juli 1998 gekonnen war, schrieb ich einzelne Personen an und bat sie um Kenntnisnahme und Reaktion. Als das Echo ausblieb, fertigte ich einen ausführlichen Text an, von dem ich hoffte, dass er bei Physikern, Philosophen, Theologen und philosophisch-naturwissenschaftlich interessierten Laien Interesse an meinem Modell wecken könnte. Doch der Schnellhefter mit den etwa 20 Seiten war nicht handlich genug. Geld, ein Broschüre drucken zu lassen, hatte ich nicht. So begann ich, selbst am Computer eine Broschüre anzufertigen. In dem Schulheftmaß DIN A 5 brachte sie es auf stolze 40 Seiten, den Einband einbezogen. Die Graphik auf dem Titel hatte ich selbst entworfen. Mehr zu den Hintergründen der Doppelspirale finden sich im dritten Abschnitt "Die Philosophie". Da alles mit einer Gedankenspielerei begonnen hatte, betonte ich in ihr den spielerischen Charakter meiner Idee und brachte das auch im Titel zum Ausdruck:
Gestatten, Fridolin
Eine Einladung
zu einem Gedanken – Experiment,
zu einem Spiel mit und in Gedanken
über ein neues Modell,
ein Atom-Modell
2. Warum ein Atommodell den Namen "Fridolin" bekam
Als ich vier Jahre alt war, hatte ich eine alte, kaputte Puppe, Fridolin mit Namen. Der verdanke ich die größte Erkenntnis meines Lebens:
Eines Tages sagte ein Erwachsener zur mir: "Dein Fridolin ist ja schon so kaputt und alt. Möchtest du nicht eine neue Puppe haben? Fridolin werfen wir weg."
Voller Entsetzen begann mein Gehirn ganz schnell zu arbeiten, um die Puppe zu retten. Schüchtern schlug ich vor: "Fridolin muss nicht weggeworfen werden, er braucht nur neue Arme, neue Beine, einen neuen Kopf und einen neuen Bauch."
In diesem Augenblick, als der Satz ausgesprochen war, durchzuckte mich die Frage:
Was unterscheidet diesen "neuen Fridolin" denn dann noch von einer völlig neuen Puppe?
Ich fand das so komisch, dass ich lachen musste. Der Erwachsene lachte auch – später begriff ich, dass er mich für blöd gehalten hatte mit meinem "dummen"“ Vorschlag. Denn ihm war sofort klar, dass das dann ebenso gut gleich eine neue Puppe sein kann.
Übrigens, was meinen Sie – ist Fridolin,
wenn man ihm nach und nach die einzelnen Körperteile erneuert,
noch Fridolin, oder ist es eine neue Puppe?
Diese Episode halte ich deshalb für erwähnenswert, weil ich damals von einem Augenblick zum anderen etwas „wusste“, was ich erst viel später und durch jahrelange Beschäftigung mit Mathematik, Physik und Philosophie "verstand": der allmähliche Austausch von Teilen eines Systems hält dieses stabil, verhindert seine Alterung. Die Identität bleibt erhalten, obwohl oder gerade weil sich dieses System ständig ändert. Ohne den Austausch von Teilen des Ganzen würde das Ganze, das System „sterben“ :
Panta rhei – alles fließt (Heraklit) Diese Gedanken,
dass
"alles, was existiert, nur existieren kann,
wenn es sich ständig verändert,
Veränderung die Grundeigenschaft allen Seins ist,"
wurden zu einem wesentlichen Ausgangspunkt für meine Sicht auf das, was „die Welt im Innersten zusammenhält“,
für „mein Atommodell“. Und deshalb heißt es halt „Fridolin“.
3. Eine Betrachtung über den Zusammenhang
von Wissenschaft und Spiel
(Text von der Rückseite der Broschüre)
Passen Wissenschaft und Spiel überhaupt zusammen?
Kann man mit den Erkenntnissen der Wissenschaft, mit neuen und alten Gedanken
SPIELEN?
In diesem kleinen Heftchen wird
das Ergebnis eines solchen Gedankenspiels vorgestellt: ein neues Atommodell, eine neue Sichtweise auf die Materie.
Aber ach, sieht man genauer hin, ist es überhaupt nichts "Neues". Das, was hier steht, ist alles schon bekannt – es wurde nur noch nicht in diesem Zusammenhang dargestellt. Es ist ein Spiel, also, seien Sie schön vorsichtig.
Mancher Gedanke in dieser Broschüre mag
einfach und selbstverständlich aussehen,
er rüttelt jedoch an "Grundfesten" der gegenwärtig
herrschenden Lehrmeinungen in Physik und Philosophie.
Seine Sie vorsichtig – es könnte sein, dass nach dem Lesen
dieses kleinen Textes
die Welt für Sie völlig anders aussieht.
Im wahrsten Sinne des Wortes.
4. Eine Frage, ob "neues Denken", "Neues denken" denkbar ist
oder ob die Angst vor dem Neuen das nicht erlaubt
Als das neue Modell, die Erde sei keine Scheibe sondern eine Kugel, gedacht war, konnten dem viele nicht folgen. Das Hauptproblem war
die Denk-Gewohnheit: es war einfach "unvorstellbar", dass es auch "ganz anders" sein könne.
Die Gewohnheit gibt Sicherheit. Neue Gedanken, neue Modelle machen Angst, verbreiten Unsicherheit, stellen altes Denken und altes Leben in Frage.
Als die Erde "aufhörte, eine Scheibe zu sein", als sie "nicht mehr im Mittelpunkt stand", warf das viele Menschen aus der Bahn. Waren die Form der Erde und ihr Platz im Kosmos etwa wichtig für das alltägliche Leben der Menschen? Was änderte sich schon? Der Acker des Bauern blieb flach. Man sah immer noch die Sonne auf- und untergehen.
Die alten Bilder von der Erde waren zu sehr gekoppelt an die Bilder von Gott, als dass nicht auch das alte Gottbild ohne Schaden hätte davonkommen können. Es war nicht nur eine Frage des Erkennen-
Könnens, ob man bereit war, die neuen Modelle zu akzeptieren.
Es war eine persönliche Frage:
Solange die Erde in der Mitte ruhte, ruhte auch der Mensch in der Geborgenheit Gottes. Nun stellten die neuen Modelle, die neuen Bilder von der Welt auch
den Sinn des Lebens in Frage.
Haltlos, ziellos, ruhelos begann die Suche nach einem neuen Sinn.
Die Angst vor dem Neuen bewirkte damals Verhaltensweisen, die wir heute als lächerlich empfinden.
Sind unsere heutigen Denkgewohnheiten
für nachfolgende Generationen
vielleicht auch ein Anreiz zum Lachen
- über uns?
Sind wir heute "besser? Können wir schneller "Neues denken" , "um-denken"? Lassen Sie es auf einen Versuch ankommen.
Testen Sie, ob die folgenden Gedanken "denkbar" oder "unmöglich" sind in Ihren Augen.
Prüfen Sie, ob Sie bisher lediglich alten Denkmodellen, Dogmen und Schablone, alten Gewohnheiten folgten oder ob das, was Sie "wissen", wirklich "sicher" ist.
"Sie waren sicher und sie irrten sich doch."*
* Voltaire Quelle : Abbé Beichtskind Cartesianer - Philosophisches Wörterbuch, S. 124 - unter: „Gewißheit“
Könne Sie sich Ihr jetziges Wissen auch in anderen Begriffen, Bildern und Zusammenhängen vorstellen?
Kommen Sie mit, wagen Sie es: Lassen Sie sich ein auf ein Gedanken-Spiel.
Es ist ganz ungefährlich, ganz sicher!
Sicher?
→ Fortsetzung: DAS MODELL