banner fri - FRIDOLIN, DIE GESCHICHTE EINES ATOMMODELLS
»GESTATTEN, FRIDOLIN« - EINE KLEINE EINFÜHRUNG

DAS MODELL

Ein Modell ist der Übergang vom Bekannten zum Neuen
– es ist keine wissenschaftliche Theorie

Wenn die Pferdekutsche zum Modell für das Auto und das Auto zum Modell für die Pferdekutsche wird.
Ein Modell ist der Übergang vom Bekannten zum Neuen – es ist keine wissenschaftliche Theorie, sondern nur ein Hilfsmittel, sich etwas Unbekanntes besser vorstellen zu können.

Ein Modell macht man, wenn man sich von etwas Unbekanntem eine Vorstellung, ein Bild machen will. Man benutzt Modelle (oder Bilder, Vergleiche, Analogien) auch, um anderen etwas zu erklären oder zu zeigen, das sie noch nicht kennen. Mit Modellen kann man anderen seine Gedanken oder Ideen vorstellen.

Einem modernen Menschen könnte man eine Pferdekutsche so erklären:
Das ist wie ein Auto ohne Motor, das von Pferden gezogen wird.

Einem Menschen des vorigen Jahrhunderts könnte man ein Auto so erklären:
Das ist wie eine Pferdekutsche, nur dass sie nicht von Pferden gezogen wird, sondern von einem Ding, das in der Kutsche steckt und so stark ist wie viele Pferde. So wie die Pferde ihre Muskelkraft auf die Kutsche übertragen, überträgt dieses Ding, Motor genannt, seine Kraft auf das Auto. Die Kraft bekommt es dadurch, dass es nicht Heu und Hafer frißt, sondern eine Art Öl, das in ihm verbrannt wird.

Im ersten Vergleich dient das Auto als Modell für die Pferdekutsche, im zweiten Vergleich dient die Pferdekutsche als Modell für das Auto.

Ein Modell hat den Zweck, unbekanntes Wissen mit Hilfe bekannten Wissens zu erwerben und zu vermitteln oder auch völlig neue Ideen anderen vorzuführen. Modelle sind denkbar nicht nur von Autos: auch von Atomen, von Häusern, von Kleidern oder von der Zukunft kann man sich eines machen.

Manchmal macht man auch „Modelle“, um „im kleinen“ etwas zu zeigen, das eigentlich so groß ist, dass man es „auf einmal“ gar nicht sehen kann: Stadtpläne, Modelleisenbahnen oder auch „Gottesbilder“.

Ein Modell versucht,
etwas in eine ganz bestimmte Form zu bringen,
so dass man es besser erkennen kann.

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