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EINMISCHUNGEN - TEXTE ZU FRAGEN UNSERER ZEIT

Diese Texte-Sammlung "EINMISCHUNGEN" zu nennen, geht auf eine Veranstaltungsreihe des Wittenberger Predigerseminars "Frauen mischen sich ein"A1 aus dem Jahr 1995 zurück.

In diesen "EINMISCHUNGEN"  nehme ich mein Mitspracherecht wahr:
ich äußere mich in verschiedener Form - philosophisch, satirisch, märchenhaft, polemisch - zum aktuellen Geschehen, benenne das, was ich nicht in Ordnung finde, und mache mir Gedanken, wie das eine oder andere verbessert werden kann.

Dabei hoffe ich, dass vieles von dem, was ich hier schreibe, auch anderen "aus der Seele gesprochen" ist. 

Dieser Blog LOSE GEDANKEN will  das Zeitgeschehen mit kleineren Kommentaren chronologisch begleiten. Das "lose Mundwerk", das Frauen gern nachgesagt wird, stand Pate. Assoziationen zu einer wesentlichen Facette unsere Zeit - einer oft "gedankenlosen" Kommunikation - sind beabsichtigt.

SATIRICELLA - das Wort habe ich erfunden A2 - verrät schon die Absicht: hier will ich ein bisschen sticheln, überspitzen, lächerlich machen. Es ist auch viel Lust am Wortspiel dabei, an "bis zum bitteren Ende" geführten logischen Gedankengängen, an unüblichen Blickwinkeln ...

In MÄRCHENHAFTES  werden Handlungen aus Märchen oder fiktiven Geschichten in Bezug gesetzt zum Alltag heute. Die meisten Geschichten handeln von einer "märchenhaften Arbeitswelt", den hintersinnigen Symbolhandlungen der Märchen, die auch heute noch ihre Gültigkeit haben.

Die Einmischungen in die hohe WISSENSCHAFT - so glaubt man - sei ausschließlich Sache der Wissenschaftler, die im Wissenschaftsbetrieb arbeiten. Andere seien nicht kompetent, will man uns immer wieder einreden. Wer versucht, sich hier "einzumischen", wird ignoriert. Dass die "harte" Naturwissenschaft nach wie vor eine "Männerdomäne" ist, wird als "normal" empfunden. Meine Versuche, in der Wissenschaft und in der aktuellen Reflexion von Wissenschaftsgeschichte mitzureden, stelle ich hier vor.

Dass nach wie vor "Politik nichts für Frauen" ist, lässt sich an den Zahlen weiblicher Parteimitglieder und Abgeordneter erkennen. Noch immer sind Meinungen von Frauen zum politischen Geschehen eher selten zu finden in den Medien (auch die meisten "Profis" in Sachen Politik-Berichterstattung und Politik-Kommentierung in den Medien sind augenscheinlich Männer!), finden Frauenanliegen wohl auch bei den Politikern (ml. und wbl.) kaum Gehör, werden Frauen-Meinungen besonders stark als "Einmischung" angesehen.  
Deshalb betone ich in diesem Thema FRAUEN UND POLITIK  die "weibliche Sicht" auf politisches Geschehen. Hier finden - sozusagen zur Selbstverstärkung - sich einmischende Frauen aus Geschichte und Gegenwart einen Platz.

SELBSTVERSUCH - das Thema lautet ausführlich "Leben im Selbstversuch" - will persönliche Erlebnisse mit dem "Zeit-Geist" der Gegenwart verknüpfen. Hier stehen die PASSIVEN (erduldeten, erlittenen, unvermeidbaren) Erfahrungen, die Einmischungen anderer in mein Leben, im Vordergrund.

EINGEMISCHTES - das sind meine praktischen Einmischungs-Versuche und meine dabei gewonnenen Erfahrungen.

ZEITGEIST AUFGEMISCHT will den Geist unserer Zeit genauer unter die Lupe nehmen. "Nostalgiker" und ihre Denkweisen werden sanft aufgewirbelt und "aufgemischt".

VERMISCHTES + VERSTREUTES (in Arbeit) wird alle möglichen Schreibereien enthalten, die nicht so recht in die anderen Themen passen.



  Anmerkung 1
Das Predigerseminar in der Lutherstadt Wittenberg führt seit dem Jahr 1983 immer im ersten Halbjahr monatliche Sonntagsvorlesungen - in jedem Jahr zu einem bestimmten Thema - durch. Im Jahr 1995 stand die Reihe unter dem Motto "Frauen mischen sich ein" und informierte über Frauen in der Reformationszeit. 

Ausführlichere Informationen zu diesen Sonntagsvorlesungen finden sich hier: SONNTAGSVORLESUNG 1995
(im Thema LUTHERSTÄDTISCHES » LESESTOFF)

Diese Formulierung gab mir Stoff zu intensivem Nachdenken: "einmischen" - das Wort assoziiert etwas, das eigentlich "ungebührlich" ist: derjenige, der sich da "einmischt", tut etwas, das die anderen nicht wollen.  "Misch dich da nicht ein!"  lautet das ungeschriebene Gebot friedlichen Zusammenlebens. Wer sich doch "in fremde Angelegenheiten einmischt", kann Ärger bekommen.

In der Politik ist die "Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten" anderer Länder oberstes Prinzip, theoretisch zumindest. Auch Familien oder Nachbarn haben die Einmischung anderer nicht so gern.

Klar, der Titel der Vorlesungsreihe war Provokation, sollte genau diese Gedanken bewirken: dass es eine Zeit gab, in der Frauen nicht mitreden durften bei den öffentlichen Angelegenheiten - und dass sie es trotzdem taten.  Denn diese Angelegenheiten betrafen auch sie selbst. Also - logischer Schluss - war das, was von den Männern vielleicht als "Eimischung" empfunden wurde, gar keine solche. Es war das Einfordern von Mitspracherecht in eigener Sache.

  Anmerkung 2
Bei der Google-Suche nach "Satiricella" im September 2013 gab es noch keine einzige Fundstelle.
Inzwischen (Stand November 2015) gibt es zwar einige Fundstellen, die sich jedoch nur auf meine Website beziehen (einmal abgesehen von Satiric ... Ella ).
Im Februar 2019 sind es bei Google 62 Fundstellen, davon nur einige ausländische, die meisten beziehen sich auf meine Website.

Seitenversion: erg. 22.02.2019
URL: www.brunhild-krueger.de/emi/emi_einmischungen_start.html

Bearbeitungsnotizen:
- erg. 22.02.2019