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10. 05. 2009
Hexe
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Wenger, S.
 


Namen  und einzelne Quellen
Susanne Wenger, die Künstlerin, die einem Traum folgte

Bewußt wähle ich aus den Fotos von ihr, die ich im Internet finden konnte, dieses aus: vielleicht ist es das letzte Portrait-Foto, das von ihr gemacht wurde. Susanne Wenger wurde 94 Jahre alt, starb Anfang des Jahres 2009. Doch ich finde, man sieht zu wenige Gesichter alter Frauen in der Öffentlichkeit:
zu wenige alte Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen, zu wenige alte Arbeiterinnen und alte Krankeschwestern - als gäbe es sie gar nicht mehr.
Zum ersten Mal hörte ich von Susanne Wenger durch eine Sendung des TV-Senders 3Sat im Jahr 2005.

Auf der Webseite, von der ich das Foto entnommen habe, gibt es ausführliche Informationen über sie. Nur so viel möchte ich daraus zitieren:
Susanne Wengers

Dieses Foto gibt es auf vielen Webseiten im Internet. Die Erstquelle war nicht erkennbar. Gegenüber dem Original ist es von mir leicht zugeschnitten worden.

Ich habe dieses Foto entnommen der Webseite
http://susanne.wenger-archiv.at/index_d.html, auf die ich durch die Bildersuche bei google stieß. Unter dem Foto war ein Vermerk  "Foto Archiv  Cibulka-Frey" zu finden. Ich bitte um Verständnis und stillschweigende Duldung, daß ich es hier veröffentliche.
"Der „Heilige Hain von Oshogbo“ (Oshun Groves of Oshogbo), das architektonische und skulpturale Hauptwerk Susanne Wengers, ist seit 2007 UNESCO Weltkulturerbe."

Die Nachrufe und sonstigen Informationen im großen weiten Welt-Netz sind zahlreich und ausführlich. Was die 3Sat-Sendung damals brachte, ist so ziemlich einmalig. Deshalb beschränke ich mich auf die Wiedergabe meiner Notizen von damals:

Während einer Sendung bei 3Sat am 5. 10. 2005, 20.45 Uhr bis 21.15 Uhr notiert:
Susanne Wenger ist eine in Graz geborene Künstlerin, die seit 55 Jahren in Nigeria beim Stamm der Yorubas lebt. Diese Sendung wurde anläßlich ihres 90. Geburtstages gesendet.

Die eigenartigen Traumerlebisse, die ihr den Weg zu dieser Aufgabe wiesen, kann ich nicht im einzelnen wiedergeben, nur die Tatsache, daß sie und ein Priester der Yorubas damals den gleichen Traum hatten, ehe sie hinkam. Sie spürte, daß es ihre Aufgabe sei, bei den Yorubas zu bleiben. Die Yorubas waren durch die Einflüsse der Europäer usw. schon kurz davor, ihre Identität aufzugeben, ihre Kultur und Religion zu verlieren. Sie sagen, daß Susanne Wenger ihnen geholfen habe, ihre Identität zu bewahren. Weil sie als Weiße erkannte, welcher Schatz diese Kultur ist.

Susanne Wenger sagt, sie habe  vergessen, daß sie eine Weiße sei: „Ich bin ein Mensch.“
Und sie ergänzt: „Die ganze Welt ist unsere Heimat.“

Ein Yoruba - Philosoph sagt: „Das, woran ich glaube, macht mich zu dem, was ich bin.“

Susanne Wenger sagt: „Leben darf keine bloße Dekoration sein.“
Über nicht-inspirierte Künstler sagt sie, daß das keine Kunst ist, was sie machen, sondern zwar auch etwas schönes, aber nur „Dekoration“. 
Ein richtiger Künstler ist  Priester, er hat Kontakt zu spirituellen Kräften.


Der Mensch hat Sehnsucht nach Gott, weil er seine eigene Unvollkommenheit erkennt.
Sie fühlt sich als Teil des Ganzen und konnte als „Äußere“ die Grenzen durchbrechen und so diese Kultur in die moderne Welt retten.

Sie sagt, der Mensch erschafft sich ständig neu  - unabhängig von Raum und Zeit.

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