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31. 10. 2008
Hexe
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Hrdy, Sarah B.
 


Namen und einzelne Quellen
Sarah Blaffer  Hrdy - Mutter Natur, die weibliche Seite der Evolution

Hrdy,  Sarah Blaffer
Mutter Natur
Die weibliche Seite der Evolution
aus dem Amerikanischen von
Andreas Paul, Ellen Vogel, Karin Hassenblatt, Matthias Reiss und Monika Schmalz

Berliner Taschenbuchverlag
Juni 2002
ISBN 3 - 442 - 76085 - 2
(Taschenbuchausgabe - auf diese Ausgabe beziehe ich mich in den Texten.)
Dieses Buch kostete früher 15 Euro und ist zur Zeit für 7,50 Euro bei verschiedenen Anbietern zu haben.

Titel der Taschenbuchausgabe von Mutter Natur
Weitere Ausgaben (entnommen einer  Information aus buecher24.de - Preisvergleich):

gebundene Ausgabe:
Berliner Verlag, August 2000
ISBN 3827002400
Wenn ich richtig gesehen habe, kostet diese Ausgabe i. a. rund 35 Euro.

broschierte Ausgabe vom Bvt Berliner Taschenbuchverlag
ISBN 3833301783

Die Abbildungen habe ich entnommen:
oben (Taschenbuchausgabe): aus Amazon.de
rechts (gebundene Ausgabe): aus buecher24.de
Titel der gebundenen Ausgabe von Mutter Natur


Auf dem Rückdeckel der Taschenbuchausgabe kann man lesen
(Hervorhebungen von mir - B. K.):

"Mutter Natur ist eine grundlegende Studie über die Frage, wie und warum sich im Lauf der Evolution verschiedene Formen von Mutterschaft herausgebildet haben. Dem Klischee der "scheuen" Frau und aufopferungsvollen Mutter setzt Hrdy Erkenntnisse der Soziobiologie entgegen und offenbart die Seite der Evolution, die Darwin erfolgreich unterschlagen hat: die weibliche. Das faszinierende Buch wurde von Bild der Wissenschaft" als "Wissenschaftsbuch des Jahres 2001" ausgezeichnet.

"Hrdy ist ein Glücksfall für ihre Disziplin und für uns Mütter ... Sie füllt eine schmerzliche Lücke in der Theorie von Charles Darwin." (Die Zeit)

"Mutter Natur ist ein Standardwerk, das für viele Jahre Bestand haben wird, das Lebenswerk einer herausragenden streitbaren Wissenschaftlerin." (Die Welt)

Hier einige weitere Meinungen zu diesem Buch

  1. Aus der "taz" vom  08. 03. 2006 "Das große Muttern"
  2. Aus www.berlinverlag.com
  3. Der SWR titelte eine Sendung  "Mutterinstinkt oder Elternliebe"
1. aus der taz* vom 8. 3. 2006 , aus " Das große Muttern"  
 
"Der unbewusste Mutterkult hat eine Ungeheuerlichkeit geschaffen. Daheimbleibende Mütter sind ohnehin keine Emanzipations-Vorbilder, dazu sind sie als Bindungs- und Bildungs-Expertinnen auch noch schuld an jedem Problem des Kindes. Aber auch Frauen, die im Beruf vorankommen wollen, sitzen in der Mutterkult-Falle: Sie haben vorsichtshalber keine Kinder und deshalb Angst, etwas Elementares zu verpassen. Wenn sie doch welche haben, schlägt pausenlos das schlechte Gewissen. Das große Muttern holt jede ein, egal, wie sie sich herauswinden möchte.

Dass dies heute überhaupt sichtbar wird, kann nur daran liegen, dass der ganz große Mythos des Mutterns langsam verblasst. In der Wissenschaft hat die Verabschiedung schon längst eingesetzt: Bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass der Mutterinstinkt im Tierreich keineswegs blinde Aufopferung für den Nachwuchs bedeutet. Vielmehr lassen Tiermütter einen Teil ihrer Nachkommen schon vorsorglich sterben, wenn sie merken, dass die Aufzuchtbedingungen zu schlecht werden, beschreibt die Evolutionsbiologin Sarah Blaffer Hrdy in ihrem Standardwerk "Mutter Natur". Wenn man solche Vergleiche überhaupt heranziehen möchte, dann müsste man sagen: Gerade die kinderlosen Frauen verhalten sich nach einem urtümlichen Mutterinstinkt: Sie lehnen es ab, unter ungünstigen Bedingungen Kinder in die Welt zu setzen.

Auch die psychologische Bindungstheorie hat sich langsam von der Mutter abgenabelt: Tatsächlich begünstigt die Hormonlage der Mutter nach der Geburt, dass sie schneller auf das Kind reagiert. Nicht zuletzt beim Stillen wird diese Bindung verfestigt. Doch wenn keine Mutter da ist oder die Mutter sich eine Weile taub stellt, so berichtet Blaffer Hrdy, dann kann auch eine andere Person, ja: auch ein Mann, Mutterqualitäten für eine gute Bindung entwickeln. Spätestens mit dem Abstillen könnten Väter genauso gut muttern wie Mütter: Sie müssen nur wollen - und man muss sie lassen."
* taz - Quellenangaben siehe Quellen

Die fette Hervorhebung im Zitat ist von mir. - B. K.
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2. www.berlinverlag.com:  
 
Unvoreingenommen geht Hrdy in diesem Zusammenhang folgenden Fragen nach: Was steckt hinter der Bevorzugung von Nachkommen eines bestimmten Geschlechts beim Menschen? Wie bringen Mütter es fertig, ihre eigenen Kinder zu töten? Woher kommt der Mythos der sich aufopfernden Mutter? Welche Rolle spielen Väter und Ersatzmütter in der Kindererziehung? Warum widmen sich Männer so viel seltener der Kinderbetreuung als Frauen? Wohin führt das postindustrielle Experiment arbeitender Mütter und Väter, die für ihren Nachwuchs nur begrenzt Zeit haben?
 
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3. Der SWR titelte eine Sendung  über dieses Buch "Mutterinstinkt oder Elternliebe"  
 
SWR2 Leben - Manuskriptdienst
Mythos Mutterinstinkt Liegt die Liebe zum Kind in der Natur der Frau?
Autorin: Sabine Hesse
Redaktion: Petra Mallwitz
Regie: Birgitt Kehrer
Sendung: Mittwoch 20.06.2007, 10.05 Uhr, SWR 2

Gleichzeitig mit der Veröffentlichung des Manuskripts zu dieser Sendung wird betont:

Bitte beachten Sie: Das Manuskript ist ausschließlich zum persönlichen, privaten Gebrauch bestimmt. Jede weitere Vervielfältigung und Verbreitung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung des Urhebers bzw. des SWR. 
Mitschnitte von allen Sendungen der Redaktion Leben (Montag bis Freitag 10.05 bis 10.30 Uhr) sind beim  SWR Mitschnittdienst erhältlich. 
Telefon 07221/929-6030
 
 
Diesen Hinweis habe ich über die Google-Suche im April 2008 nach  "Sarah Blaffer Hrdy" gefunden.  In dem Manuskript werden einige sehr spannende, teilweise auch provokative Aussagen aus dem Buch von Hrdy vorgestellt, so z. B. dieses (Das Zitat aus der entsprechenden Seite des SWF habe ich etwas gekürzt.):

Eine Erzählerin sagt:
Der genaue Pfad ist etwas umständlich und lang, hier der Anfang:
www.swr.de/swr2/
programm/sendungen/ leben ...
 
   "Conny blieb bei ihrer Entscheidung für das Kind. In der Geschichte der Menschheit war das unter solchen Umständen oft anders. War die Mutter selbst in einer schwierigen Situation, tötete sie ihr Kind, oder entschied sich, das Baby auszusetzen.

Die Anthropologin Blaffer Hrdy erklärt:
»Gleich nach der Geburt hat die Natur ein Fenster vorgesehen, durch das eine Mutter sich relativ schmerzfrei von ihrem Kind zu trennen vermag.«

Erzählerin:
Für diese Behauptung spricht, was selbst Claudia, der von vorneherein glücklichen Mutter, aufgefallen ist: Die Bindung an das Kind ist nicht auf einen Schlag voll da, sondern wächst und verstärkt sich erst mit der Zeit."
 
 
Vielleicht genügen diese ersten Meinungen, Sie neugierig zu machen, selbst einmal in dieses Buch zu sehen?  Es ist  - angesichts diverser oberflächlicher bis mütterdiskriminierender Meinungen von Politikern - sehr zu empfehlen. Hiermit möchte ich es auch unserem Landesvater in Sachsenanhalt, dem ehemaligen Frauenarzt Prof. Dr. Manfred Böhmer, dringend ans Herz legen.
siehe auch in lose Gedanken die Seite 2008-02 dort der Abschnitt
2. Zwei-Klassen-Embryonen?
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