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01. 01. 2010
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Weibliches Wissen, Denken und Erkennen
Stationen eines "eigen-willigen" Erkenntnisweges
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2009-04
 
Das alte Klatschweib - Lose Gedanken 2009-04
1. Oktober bis 31. Dezember 2009


1.Die fehlende Kompetenz von Guido W. und Elke R.
  2. Fehler und Pannen statt Mord und Totschlag
  3. Schweinegrippe  und andere Krankheiten - wieviele Impfungen verträgt ein Mensch?
4. Wissenschaftler entdecken: Einsamkeit ist ansteckend
  5. Schweizer Demokratie-Verständnis
Die Quellenangaben erfolgen mit Kürzel, die genauen Angaben sind zu finden auf der Seite Quellen.

1. Die fehlende Kompetenz von Guido W. und Elke R.
Das hat er selbst gesagt
Gut, es ist ein wenig weit hergeholt, vor 15 Jahren hat er es gesagt. Gut, man mag meinen, ich sei ein wenig nachtragend, daß ich ihm das nicht vergessen habe. Doch, ich hatte es vergessen und eigentlich wollte ich auch gar nicht daran erinnert werden, so wichtig ist mir seine Meinung auch wieder nicht. Doch dann fiel mir unmittelbar nach den Bundestagswahlen beim Ausmisten (meiner alten Papierablage) diese kleine Notiz in die Hände:

Das Mitglied des Bundesvorstandes der FDP, G. W. wird zitiert:
"Wir sind eine Partei von Leuten, die ganz selten in existentielle Not geraten. Da fehlen uns natürlich bestimmte Kompetenzen."
FAZ-Magazin, 5. 8. 1994




Elke R.s Kompetenz
Elke Reinke aus Sachsen-Anhalt war zwischen 2005 und 2009  Bundestagsabgeordete der Partei Die LINKE. Diejenigen, die in dieser Partei das Sagen haben, haben sie nicht wieder auf die Liste gesetzt.  Das besondere an Elke R. war, daß sie selbst Hartz-IV-Betroffene ist, also genau die Kompetenz hat, die dem Guido W. bedauernswerterweise fehlt. Die MZ bot dafür die "kleine Überschrift" an:
"Die Linke in Sachsen-Anhalt will ihr einstiges Hartz-IV-Aushängeschild Elke  Reinke wegen mangelnder Kompetenz nicht wieder nach Berlin schicken."

Es ist schon ein seltsames Ding mit den Kompetenzen ...
siehe MZ vom 20. 04. 2009
PS
Eine Freundin erzählte mir, ihre in München lebende Hartz-IV-betroffene Tochter habe die FDP gewählt, also eine Partei, die selbsterklärtermaßen gar nicht für sie und ihre Probleme zuständig ist.  Die Tochter habe entschuldigend gesagt, daß sie  das nur getan habe, weil sie in ihrem Umfeld nicht schwindeln  wolle, wenn man sie fragt, welche Partei sie gewählt hätte. Und da dieses Umfeld eben FDP wählt, habe sie es auch getan.

Es ist schon ein seltsames Ding mit den kompetenten Wählern ...
 
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2. Fehler und Pannen statt Mord und Totschlag
unschuldige Menschen
In Afghanistan sind auch "unschuldige Menschen" bzw. "Zivilisten" bzw. "unschuldige Zivilisten" durch einen Bombenangriff ums Leben gekommen, den ein deutscher Offizier veranlaßt hat.
Der formalen Logik  gehorchend enthalten solche Informationen immer auch ihr Gegenteil: auch "schuldige Menschen", Taliban-Angehörige bzw. Terroristen kamen dabei ums Leben.
Mit anderen Worten: Deutschland, das Land, in dem es keine Todesstrafe mehr gibt, hat das (Kriegs-)Recht, in anderen Ländern "schuldige" Menschen ohne Richterspruch zu töten oder töten zu lassen.
 
Informationspanne
So hat der ehemalige Verteidigungsminister Jung diesen Vorfall genannt: es geht  ihm nicht um die  vielen toten Menschen (schuldig oder unschuldig), sondern nur um die Frage, ob er was wußte und - falls ja - ob er sein Wissen hätte vor dem Bundestag oder den Medien öffentlich machen müssen.
Betroffenheit darüber, daß "unschuldige Menschen" gestorben sind, habe ich dem inzwischen zum abgedankten Arbeitsminister mutierten Herrn Jung nicht eine einzige Sekunde angemerkt. Offenbar hat er sich seiner Gefühle geschämt. Wie würde das aussehen, wenn ein Minister öffentlich weint, weil da so viele Menschen (Kinder und Jugendliche waren auch dabei), die nur Benzin geklaut haben, sterben mußten, weil ein deutscher Offizier durchgedreht ist.
 
Fehler?
Ja, offenbar habe man Fehler gemacht - vor Ort in Afghanistan und im Verteidigungsministerium, so wird jetzt "zugegeben".
Fehler? Oder war es von Deutschland aus geduldeter Mord und Totschlag, ausgeführt von Deutschen im Staatsdienst in einem fremden Land?
 
Rechtsstaat
"Wenn Deutschland ein Rechtsstaat wäre, würde Oberst Klein jetzt wegen  Totschlag oder mindestens wegen fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt und verurteilt werden müssen.
...
Wenn Deutschland ein Rechtsstaat wäre, würde Ex-Minister Jung jetzt wegen Strafvereitelung im Amt angeklagt und verurteilt werden müssen."
aus einem Leserbrief von Reinhard Gose im ND (siehe Quellen)
 vom 1. 12. 2009, S. 8
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3. Die Schweinegrippe und andere Krankheiten - wie viele Impfungen verträgt der Mensch?
Vermischungen
Ich lasse einmal alle Seltsamkeiten rund um die Warnungen vor der Schweinegrippe außer acht. Es geht mir nur um eine sozusagen Grundsatzfrage:
wenn es der Medizin, der Forschung, der Pharmaindustrie  irgendwann einmal möglich wäre, gegen jede ansteckende Krankheit eine vorbeugende Impfung anzubieten, dann kann es doch passieren, daß sich ein Mensch gegen zehn oder gar hundert solcher Krankheiten impfen läßt.  Wie will man bei all den individuellen Besonderheiten der Menschen dann eigentlich erreichen, daß es keine "Vermischungs"-Komplikationen gibt? Wie groß soll der Testaufwand werden und wie lange muß es dauern, bis solche Vermischungs-Nebenwirkungen ausreichend sicher ausgeschlossen werden können? Das kann die Kosten aber in die Höhe treiben, das kann dann - sorry, so redet man bei uns gelegentlich- "kein Schwein mehr bezahlen".
 
Seltsamkeiten
Irgendwo habe ich jetzt - Ende November / Anfang Dezember - gelesen, daß man sogar festgestellt hat, daß eine echte Erkrankung an der Schweinegrippe bei einem gesunden  Menschen eine bessere Abwehr gegen weitere Grippe-Viren bewirken kann als die Impfung.
 
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4. Wissenschaftler entdecken: Einsamkeit ist ansteckend.
Vorsicht vor einsamen Menschen!
Nun haben also Wissenschaftler  herausgefunden, was passiert, wenn Menschen einsam sind. Sie haben auch herausgefunden, daß diese Einsamkeit besonders bei erfolgreichen Menschen zunimmt.  Vor allem haben sie aber entdeckt, daß diese Einsamkeit ansteckend ist.

Da es dagegen wohl nie eine Schutzimpfung geben wird, hilft nur eins:
Vorsicht vor einsame Menschen - am besten, man meidet jeden Kontakt mit ihnen!

Erstinformation aus der Kulturzeit auf 3Sat am 2. 12. 2009  - wenn Sie mehr oder genaueres wissen wollen, einfach googlen nach "Einsamkeit ist ansteckend"
die atomisierte Welt
Es wird seit Jahren und Jahrzehnten darüber geredet, daß wir in einer "atomsisierten Gesellschaft" leben, in der die Menschen immer weniger beziehungsfähig sind, immer einsamer sind. In diesem Sinne ist die Nachricht nur eine Bestätigung alten Wissens. Nur ist sie halt in dieser Formulierung etwas lustiger verpackt als sonst.
Übrigens wird hier Einsamkeit sehr einseitig verwendet:
Wie steht es um Begriffe wie "Vereinsamung" und "soziale Isolation"?

Aus eigener Erfahrung kann ich beisteuern, daß z. B. das politische Konzept von Hartz-IV einen unglaublich hohen "Einsamkeitsfaktor" bietet - ganz objektiv, man kann es nicht vermeiden:
Urlaub, Geburtstagsfeiern, geistige Nahrung in Museen, Theatern, Vereinen usw. sind nun einmal für Hartz-IV-Leute nicht vorgesehen.   Und immer nur Sonntagsspaziergänge an der Elbe entlang zu machen - wie gutmeinende Leute unsereins empfehlen - ist ja auch nicht gerade das Non-Plus-Ultra einer Kontaktbörse.
Mit Hartz IV wird  wie sonst kaum so direkt deutlich, daß diese Einsamkeit "politisch gewollt" ist:
Einsamkeit entsolidarisiert - gemeinsame Aktionen gegen die "Vereinsamungspolitik" unserer Regierung(en) sind dann schwerer durchzuführen.
 
die heitere Zukunft
Dieser atomisierten Welt setze ich eine Vision entgegen - die Idee einer  zukünftigen "heiteren Gesellschaft". Auf meiner Webseite www.heitere-zukunft.de stelle ich sie vor (einfach auf das Blümchen klicken, dann öffnet sie sich in einem neuen Fenster).

Darin gibt es ein Hauptthema, eine von fünf Thesen:
"Beziehungen und Gemeinschaft"
(unter "Beziehungen" in der Navigationsleiste zu finden)
die besagt:
Der Reichtum eines Menschen liegt in reichen Beziehungen zu anderen Menschen und zur Umwelt. Der Reichtum der Menschheit liegt im Beziehungsreichtum jedes einzelnen Menschen.

U. a. schreibe ich dort:
zur Webseite www.heitere-zukunft.de
 
In der Gegenwart sind viele Menschen einsam oder leben in unfreien, unglücklichen Beziehungen. Eine der Ursachen ist die  gesellschaftliche Fixierung auf ein ehe-gebundenes, heterosexuelles, monogames Leben. Obwohl die Praxis zeigt, daß aus diesem  unnatürlichen Konzept (der Mensch ist biologisch nicht monogam determiniert)  viele Beziehungsprobleme und noch mehr Einsamkeit und Beziehungslosigkeit  resultieren, wird von den politischen Konzepten her keine wirkliche Erweiterung der Lebensformen zugelassen.
Doch die Voraussetzungen reicher Beziehungen sind einerseits individuelle Wahlmöglichkeit (Welche Beziehungen möchte ich eingehen? ) und  andererseits Vielfalt der Realisierungsmöglichkeiten.  Eine zeitliche Wahlmöglichkeit (z. B. sich nicht festlegen müssen auf eine prinzipiell "lebenslängliche" Beziehung  statt der heute üblichen Abwertung kürzerer Zeiträume  des Zusammenlebens mit  beispielsweise Bemerkungen über eine "gescheiterte" Ehe ...)  gehört ebenfalls zum Zukunftskonzept freier Beziehungen.

Deshalb wird ein tragbares Zukunftskonzept diese individuelle Wahlmöglichkeiten  und die Vielfalt der Beziehungsmöglichkeiten als Hauptziel von Gesellschaftsplanung  beinhalten müssen.
 
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!
Zu diesem Gedankenansatz  paßt sehr schön das christliche Konzept der Nächstenliebe. Kirche wird ihre Zukunftsfähigkeit  daran messen lassen müssen, wie sie diese Grundidee ihres Religionsstifters in die Praxis umsetzt.
 
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5. Schweizer Demokratie-Verständnis
Phallus-Symbole?
Es wäre sicher sexistisch, in den Minaretten eine besonders zugespitzte Version eines Phallus-Symbols zu sehen. Feministinnen hatten immer eine besondere Freude daran, die sich gegenseitig überbietenden Höchstbauten von Fernsehtürmen und Gebäuden als Abbild männlicher "Ich-hab-den-Größten"-Träume zu interpretieren.
Nun also ging es um solche religiösen Gebäude in der Schweiz: dürfen Minarette in Schweizer Innenstädten gebaut werden oder nicht?  Die Schweizer, die zur Wahl gingen, entschieden mehrheitlich dagegen. Nun tobt das (geheuchelte?) Entsetzen: ist das eine Diskriminierung anderer Religionen, ist das gar  Verletzung von Völkerrecht?
 
Demokratie-Verständnis in der Schweiz
Ich erinnere mich dunkel, einmal gehört zu haben, daß die Schweiz zu den letzten Ländern gehörte, die das Frauenwahlrecht eingeführt hatten. Es war - glaube ich - erst in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts.
Davor hatten Männer immer mehrheitlich dagegn votiert - ganz demokratisch: denn nur Männer durften ja demokratisch ihre Stimme abgeben. 
Das ist ein hübsches Beispiel von Logik: Wenn in dieser Zeit gegen die nach den geltenden demokratischen Spielregeln abgegebenen Stimmen das Wahlrecht der Frauen einfach eingeführt worden wäre, dann wäre das undemokratisch gewesen. Ich wiederhole es noch einmal in etwas anderer Form:
Die Einführung eines demokratischen Rechtes - des Wahlrechtes für Frauen - hätte auf "undemokratischem Weg" erfolgen müssen, wenn man es gegen die Stimmen der Männer eingeführt hätte.
Die Männer sahen sich offenbar durch die Einführung des Stimmrechtes der Frauen in ihren eigenen demokratischen Interessen und Möglichkeiten und Freiheiten beschnitten resp. benachteiligt.
Und nun haben die Schweizer das gleiche Spiel gespielt: dieses Mal waren es Christen, die sich in ihrer Freiheit  der Religionsausübung nicht von Muslimen beeinträchtigen lassen wollen.
 
Auf dem Gipfel
Auf den Schweizer Alpengipfel soll es sogenannte "Gipfelkreuze" - eindeutig religiöse Symbole des Christentums - geben. Um das Problem, das damit für Menschen anderer Religionen auftritt, öffentlich zu machen, haben einmal Leute versucht, eine Buddha-Statue auf einen Gipfel zu bringen. Die Nachricht ist lange her, genauer kann ich mich nicht mehr daran erinnern und weiß auch nicht, was letzten Endes aus dieser Aktion wurde. Vielleicht wurden die betreffenden Akteure bestraft - wegen Verschandelung der Natur z. B.  oder wegen illegalen Anbringens religiöser Symbole in der Öffentlichkeit.

Es gibt offenbar einen Widerspruch zwischen dem christlichen Selbstverständnis unserer Kultur und unserem Demokratie-Verständnis. Solche Widersprüche - das lehrte schon Friedrich Engels  in seiner Dialektik-Lehre - sind die Triebkräfte der Entwicklung.  Mal sehen, ob und wie dieser Widerspruch gelöst wird. 
Ich bitte zu beachten, daß es nicht ein Widerspruch zwischen Religionen  (Christentum und Islam) ist, sondern unser eigener, innerer - der Widerspruch in unserem Selbstverständnis!
 
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