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31.  10. 2008
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Das alte Klatschweib - lose Gedanken 2008-03
1. Juli bis 30. September 2008

  1. Wie gefährlich sind die Ossis? - Meinung eines Insiders
2. Sandra Maischberger und die Eröffnung der Olympischen Spiele





1. Wie gefährlich sind die Ossis ? - Meinung eines Insiders
Ist Ostdeutschland ein "Krisenherd" ?
"In Angst vor dem Wähler"
überschrieb die hiesige Tageszeitung (Sachsen-Anhalt Süd, "Mitteldeutsche Zeitung", kurz "MZ")  einen Beitrag auf S. 4:
Die kleine Überschrift darüber sagte:
"UNION  - Ein Jahr vor der Bundestagswahl verheißen aktuelle Umfragen für die Union nichts Gutes. Zudem scheint die Lage der CDU im Osten besonders prekär."
Prof. Böhmer, Sachsen-Anhalts Landesvater, CDU-Mitglied und ehemaliger Frauenarzt, wird befragt.
Er weiß, was dem Osten fehlt und was er zu viel hat: Dem Osten fehlt noch Wirtschaftskraft.
Im Osten fehlt auch der CDU-Wähler: 31 Prozent wollen lieber die LINKE wählen, 22 Prozent hätten gern die SPD - das wäre zusammen die absolute Mehrheit. Dagegen wirken die Umfragen für die CDU kläglich: 29 Prozent.  Der Artikel wurde vor den Wahlen in Bayern geschrieben und die Sorge um den CSU-"Absturz" dort ist Tenor des Textes.

Ist das folgende nun eine sinngemäß wiedergegebene Aussage von Prof. Böhmer oder ist es die Meinung des Artikel-Schreibers Markus Decker? - :

"Ein weiterer Krisenherd ist Ostdeutschland."
(Hervorhebung von mir - B. K. Es stand eigentlich ganz normal-unauffällig mitten im Text.)
An dieser Stelle des Textes angekommen, zucke ich zusammen: Krisenherd - das ist doch aus dem Wortschatz der Kriegsberichterstattung? - Haben wir hier im Osten schon Krieg?
Ich lese weiter: es wird erinnert, daß vor Jahren Herr Stoiber (damals CSU-Vorsitzender und Kämpfer  für den Erhalt der Biergartenkultur Bayerns) "unkte, es können doch nicht den Ostdeutschen überlassen bleiben, wer Kanzler werde".  Auch von einem Zukunftskongreß der CDU im Oktober in Dresden ist die Rede. Die Informationen darüber habe ich wohl in der Oktober-Medienflut über die Finanzkrise verpaßt. 

Prof. Böhmer meint:
"Die Situation der CDU in den neuen Bundesländern ist ein erst zu nehmendes Problem und für den Ausgang der Bundestagswahl sicherlich bedeutender als der Ausgang der Landtagswahl in Bayern." und "Es gibt hier für die CDU-Politik Erklärungsbedarf." und "Denn die Menschen, die ich kenne, die wollen nicht nur getröstet werden. Die wollen auch ganz konkrete Lösungen für ihre Probleme. Das bedeutete, dass wir in unseren Aussagen möglichst konkret werden müssen, auch im Wahlprogramm."

Ich möchte einwerfen: "Herr Professor Bömer: das erste können Sie ruhig lassen, mir genügt das zweite ganz allein." - Doch ob er das hört, hören will? Trostsuchende geben doch ein viel schöneres Bild ab als Leute, die von den Politikern fordern, politische Probleme zu lösen.

Doch der Artikel ist noch lang, und was jetzt kommt, das schlägt - wie man bei uns so schön sagt - dem Faß die Krone ins Gesicht:
MZ 22. 09. 2008
Die das ganze Land durchsetzende Gefahr aus dem Osten:
Eine böse Zwischenüberschrift bereitet den Leser vor:

"Böser Verdacht"
(Zitat aus der Zeitung, nicht von Prof. Böhmer:)
"Übrigens gibt es zwischen den Schwächen der CSU und der Schwäche der CDU im Osten eine Verbindung - jedenfalls aus Sicht der Christsozialen. Allein 2007 sind 38000 Ostdeutsche nach Bayern gezogen. Sie stehen nicht zuletzt bei Beckstein und Huber  im Verdacht, meist links zu wählen."

Ich sag es doch - die verdächtigen Ossis! Jetzt exportieren die ihren Krisenherd nach Bayern - und schon rollen dort die Köpfe der Mächtigen.
38000 Ossis haben mehr Entscheidungsmacht in Bayern als Millionen Wähler dort - nein, wir haben keine Demokratie mehr, oh weh, oh weh, jammer, jammer...
 
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2. Sandra Maischberger und die Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking
1. Meine Mail an ARD
Sehr geehrte Damen und Herren,

was würden Sie wohl machen, wenn Sie sich einen Film mit Johannes Heesters anschauen wollten und Sandra Maischberger dauernd dazwischenreden würde, daß der mit den Nazis kollaboriert hat?

So ungefähr kam es mir gestern vor:
Die politischen Aspekte  um China  und die Menschenrechtsprobleme in China sind mir aus anderen Informationsquellen sattsam bekannt.
Zur Eröffnung der Spiele hätte ich gern auf die gebetsmühlenartige ständige Wiederholung dieser Fakten verzichtet, denn ich wollte einfach nur das  Ereignis als solches genießen.
In den Olympischen Gedanken hätte es besser gepaßt,  einige echte  Informationen  über die Geschichte, die Kultur und Kunst  Chinas  zu vermitteln (Da wurde also auf einem dreitausend Jahre alten Instrument gespielt? Das dürfte keinem europäischen Land möglich sein, so etwas anzubieten!).
Na gut, ich habe mir dann bei Eurosport die Wiederholung  (bei Ihnen hatte ich - jetzt muß ich sagen "zum Glück" - den Anfang der Übertragung verpaßt) angesehen und fand den Kommentator dort wesentlich sachlicher - er hat sogar einige "positive Gedanken" und Wünsche für die Spiele geäußert.

Schade, daß Frau Maischberger dieses dumme Spiel mitgespielt hat. Ich kenne sie eigentlich als seriöser  und sachlicher.

Mit freundlichen Grüßen
Brunhild Krüger
Mail vom 9. 8. 2008 - Der Text ist hier mit kleiner Fehlerkorrektur wiedergegeben.
2. Die Antwort der ARD

Sehr geehrte Frau Krüger,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Wir bedauern, dass Ihnen die Kommentierung der Eröffnungsfeier nicht zusagt hat.

Die Wünsche und Ansprüche der Zuschauer sind sehr unterschiedlich, so dass es uns leider nie gelingen wird, allen gleichermaßen gerecht zu werden.

Ihre Kritik übermitteln wir der Redaktion zur Kenntnisnahme. Wir hoffen, dass Sie die Berichterstattung in den nächsten Tagen mehr zufrieden stellt.

Mit freundlichen Grüßen

Linda Laszlo
ARD-Zuschauerredaktion
Erstes Deutsches Fernsehen
Tel. 089/5900-3344
Fax 089/5900-4070
E-Mail: zured@daserste.de

Nach dieser Antwort blieb  mir die Spucke weg. Leider konnte ich keinen Preis ablehnen, um auf diesen Blödsinn aufmerksam zu machen.

Welche Wünsche welcher Zuschauer mag die ARD denn lieber befriedigen als z. B. meinen Wunsch nach einer ungestörten Übertragung der Eröffnungsveranstaltung?  Welcher Zuschauer möchte solche Veranstaltungen denn gerne (!) gestört haben?





Glücklicherweise habe ich einen Gleichgesinnten gefunden:
 
Herr Hartenstein schrieb im Zusammenhang mit der Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking:
"Sandra Maischberger nervte mit ihrem Gerede über widerstandskämpfende Athleten."
in der MZ vom 4. 9. 08,
S. 17
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