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08. 03. 2008
Hexe
Weibliches Wissen, Denken und Erkennen
Stationen eines "eigen-willigen" Erkenntnisweges
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Das alte Klatschweib - lose Gedanken 2007-01
November 2006 bis Januar 2007

  1.  Bill Gates und die "Ökonomie des Schenkens" (siehe auch unten: PS zu Bil  Gates)
  2. kaputte Schuhe und kaputte Füße
  3. Mittelalter? Nächstenliebe? Heuchelei - die Christen und die Todesstrafe
  4. Pauli raus aus CSU? - Hexenverfolgung in Bayern?
  5. Verniedlichen und Kleinkriegen - Lea Rosh und die Hitler-Satire
6. Es ist ein Brauch von Alters her, wer Sorgen hat, hat auch Likör ... - Der Aussagewert von Statistiken darüber, wer am meisten säuft
  7. Bush meets Merkel
  PS zu Bill Gates
1. Bill Gates und die "Ökonomie des Schenkens"
Es war nur das Ende eines Interviews mit Bill Gates in einer Nachrichtensendung - doch es war toll: Bill Gates, der reichste Mann der Welt, will sein Geld in soziale oder Entwicklungsprojekte, in Kultur usw. stecken.
Na, das ist doch mal eine gute, zukunftsweisende Nachricht!

Bill Gates will sein Geld in soziale Projekte usw. stecken! Er weiß nicht mehr, was er sonst noch sinnvolles mit dieser unvorstellbar großen Geldsumme machen soll. Ist das nicht ein wunderbares Beispiel, wie ein Mann  von sich aus erkennt, daß es zur "Ökonomie des Schenkens" keine Alternative mehr gibt? Sein unvorstellbarer Reichtum hat keinen Sinn mehr, außer diesen: ihn so zu verwenden, daß er anderen nutzt!
Wenn das doch Schule machen könnte!

Mal ehrlich - kann man den Gates nicht verstehen? Er hat  jetzt so viel Geld, daß es zu vermehren ja nun wirklich kein Lebensziel mehr sein kann!

PS.: WICHTIGE (!) Fortsetzung unten.
eine Nachrichtensendung vom 6. 11. 2006 in ARD oder ZDF - ein Interview mit  B. Gates


siehe Jesus:
über den reichen Mann, der seinen Reichtum noch vermehren wollte und dann plötzlich starb (Thomas-Evangelium, Vers63)
2. kaputte Schuhe und kaputte Füße
Zwei Millionen Paar  neue Schuhe   sind geschreddert worden - ein Riesenberg kaputter Schuhe. Es waren  "Plagiate" von Markenschuhen, die billig hier in Europa verkauft werden sollten. Hergestellt wurden sie irgendwo in Asien und illegal eingeschleust. Der Zoll hat sie entdeckt. So viel sinnlose Arbeit für das Herstellen und Transportieren, so viel Arbeit mit dem Kontrollieren. So viel sinnlos verbrauchtes Material.
Inzwischen gehen vielleicht die Kinder  oder Geschwister derjenigen, die diese Schuhe hergestellt haben, barfuß auf den Müllhalden herum und suchen nach Verwertbarem. Sie reißen sich Wunden an den Füßen, die schwer heilen bei all dem Gift auf diesen Müllhalden der Reichen, auf diesem Müll, der vielleicht  auch aus Europa dorthin exportiert wurde. Mit ihren kaputten Füßen können sie zu Sozialstationen gehen, die von Spendengeldern aus Europa eingerichtet werden, wo sie ihre kranken Füße baden und verbinden lassen können.
Es ist undenkbar, daß diese Kinder diese Schuhe hätten geschenkt bekommen können.
Es ist undenkbar, daß in diesen fernen Ländern Schuhe hergestellt werden, die diese Kinder oder deren Eltern kaufen könnten.
Was für eine kaputte Welt!
Nachrichten um den 15. 11. 2006


3. Mittelalter ? Nächstenliebe?

Heuchelei
Die Vorführung der Hinrichtung Saddam Husseins erinnert an mittelalterliche "Kultur": das Schafott stand auf dem Marktplatz - heute steht nur noch die Kamera an der Richtstätte und die Leute können im warmen Wohnzimmer die Gruselbilder sensationslüstern verkonsumieren.

Jesus lehrte, daß die Nächstenliebe die höchste Tugend eines Menschen sei und er sagte auch, daß es leicht sei, seine Freunde zu lieben. Deshalb forderte er  die "Feindesliebe".  Was für eine Gelegenheit hat sich die Christenwelt da entgehen lassen, diese Feindesliebe einzufordern!  Hinterher kann man jammern, was für eine barbarische Sache die Todesstrafe sei.
siehe auch
Männl.-weibl. >
Hexe + Teufel > an die Mütter

Frieden wird erst sein, wenn die Täter zur Reue, die Opfer zum Verzeihen, die Richter zur Gnade fähig sind.
4. Pauli raus aus der CSU? - Hexenverfolgung in Bayern?
Wie war das doch damals in der SED? Laut Statut war innerparteiliche Kritik lebensnotwendig für die Partei. Sie ging unter anderem daran zugrunde, daß sie diese nicht zuließ. Nun will die CSU wohl dem Beispiel der SED folgen? Wenn innerparteilich keine Kritik am Chef erlaubt ist, wenn demjenigen, der das wagt, der Rausschmiß droht, wer wird denn in so einer Partei noch Mitglied sein wollen? In der SED waren zum Schluß  immer mehr "Karriere-Schweine" Mitglied.
Die Tatsache, daß Stoiber und etliche Führungskräfte der CSU so auf Paulis Kritik reagieren, zeigt doch wohl, daß Paulis Kritik richtig ist.
PS.: In einer Sendung der ARD mit Frau Maischberger im Januar 2007, an der auch Frau Pauli teilnahm, wurde erwähnt, daß Frau Pauli (von wem, kann ich nicht mehr sagen) als "Hexe" beschimpft worden war.



Karriere-Schweine
meint die, die nur deshalb in einer (macht-habenden) Partei Mitglied sind, weil sie es für ihre berufliche bzw. politische Karriere für erforderlich halten
5. Verniedlichen und Kleinkriegen
Die Überschrift war: "Lea Rosh greift Dani Levy an - Vorwurf: Grauen verniedlicht". Es ging um die Hitler-Satire (!) und "Ich sehe keine Möglichkeiten, Hitler lächerlich zu machen - es sei denn, man ist ein Genie wie Charlie Chaplin" hat die Publizistin Lea Rosh  den "Lübecker Nachrichten" gesagt. Dann wird sie nur noch in nichtwörtlicher Rede zitiert: "Levys Film verniedliche das Grauen, sagte sie ..."

Verniedlichen bedeutet, daß man etwas kleiner macht, als es in Wirklichkeit ist. Es kann auch der Weg sein, etwas "klein zu kriegen". Deshalb gefällt mir das Wort von der Verniedlichung des Grauens. Ich werde  in dem Teil dieser Webseite, in dem es um "Gut und Böse" gehen wird, gern auf diese Textstelle hier zurückkommen.  Es lohnt auch, einmal über den psychologischen Hintergrund von Satire nachzudenken: etwas lächerlich zu machen um es bloßzustellen. Man kann nur über etwas lachen, das man überwunden hat, gegenüber dem man sich stärker fühlt. Erst wenn wir von unserer  Vergangenheit "lächelnd scheiden könnnen", haben wir sie wirklich bewältigt.

Entweder ist Hitler heute noch stark und dämonisch und beherrscht uns immer noch - oder wir merken langsam, was für eine historische Witzfigur er eigentlich war: Im Grunde genommen ist er eine Karikatur, eine Übertreibung des "Mann-Seins".

Solange wir ihn erst nehmen und nicht über ihn lachen können, so lange hat er immer noch Macht, solange ist das Denkprinzip, das ihm zugrunde lag, noch nicht wirklich überwunden...
aus der MZ vom 8. 1. 2007, S. 22



In dem Buch "Die Wolfsfrau"
  - siehe Quellen-
wird u. a. das Märchen von Ritter Blaubart auf seinen Symbolgehalt hin untersucht:
auch er wird "kleingemacht" , zerstückelt, damit er besiegt werden kann.


Ich komme später auf diese Frage noch zurück - wenn es um Systemtheorie geht: Ein instabiles System zerfällt in seine Einzelteile, geht ins Chaos über ...


Interessant dürfte in diesem Zusammenhang auch das Wort "Bösewicht" sein.
6. Es ist ein Brauch ...
.. von alters her, wer Sorgen hat, hat auch Likör. (Wilhelm Busch)
Im Osten Deutschlands  sterben bis zu doppelt so viele Menschen an Alkohol (41 auf 100 000 in Mecklenburg-Vorpommern, 36 in Sachsen-Anhalt) wie im Bundesdurchschnitt, der bei 20 Alkohol-Toten (das ist offenbar der offizielle Begriff für diese Menschen, die an "Alkohol-Folgeschäden" sterben) im Jahr auf 100 000 Einwohner liegt.
Ich hätte es viel spannender gefunden, diese Statistik nach dem Geschlecht aufzuschlüsseln.
laut MZ vom
8. 1. 2007, S. 2
7. Bush meets Merkel
Nein, haben Sie das auch gesehen? Im Jahresrückblich eines privaten TV-Senders (war es Sat1?) wurde diese Szene mehrfach hintereinander wiederholt, sogar in Zeitlupe: Unsere Bundeskanzlerin sitzt am Tisch, sie trägt ein gelbes Kostüm und achtet nicht auf das, was hinter ihr passiert. Dort kommt, von links nach rechts laufend, der Präsident der USA ins Bild. Er sieht zu Frau Merkel, dann rennt er (!) auf sie zu, hebt die Hände und stürzt sich regelrecht auf ihren Hals. Im ersten Augenblick dachte ich, er wolle sie erwürgen.  Doch als er sie berührt, sieht es so aus, als wolle er ihren Nacken massieren.   Ich finde es ungehörig, daß er sie überhaupt berührt, so von hinten. Sie wehrt diese Berührung ab, sehr souverän, sehr gelassen, sehr knapp, so als würde sie eine Fliege verscheuchen. Wie es aussieht, ist damit für sie das Vorkommnis auch schon erledigt.  Durch die mehrfache und langsame Wiederholung kann man auch sehr gut seinen Gesichtsausdruck beobachten: es sieht aus, als habe er einen Augenblick die Kontrolle über sich verloren und bei der Berührung erst wieder gefunden.  

Nun habe ich ja ein wenig bei Samy Molcho über Körpersprache gelesen und gesehen. Der hat   auch die Körpersprache von George W. Bush, vor allem dessen Hände analysiert, die Bilder zeigen fast nur Kampfposen: Faust = "Durchsetzungwillen", Daumen und Zeigefinger bilden eine "Pistole",  Zeigefinger-Anzeige "Das gefällt mir nicht." - und die nach vorn gedrehten Handrücken, die alle persönlichen Gefühle verdecken. Bush "spricht" offenbar mehr mit den Händen als andere Politiker. Was würde wohl S. Molcho aus dieser kleinen Episode  herauslesen?
Samy Molcho:
"Körpersprache der Promis"
2003 Wilhelm Goldmann Verlag München (Lizenzausgabe für den Buchclub - www.derclub.de)
ISBN-Nr. ist nicht zu finden, nur eine "Buch-Nr. 004552"
PS zu Bill Gates
   Die obige Nachricht ist natürlich ein Ente. Warum eigentlich?
 
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