| 1. Hoffnung ist ... |
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.... ein auf die Zukunft gerichteter, normalerweise mit starken, positiven Emotionen verbundener Denkprozeß. Hoffnung ist eine Möglichkeit der Zukunftserwartung, in der (persönliche) Wünsche, Träume und Ziele ausgedrückt werden.
Das "Gegenstück" sind Befürchtungen.
Ein Tier kann nach allgemeinen Annahmen weder hoffen noch befürchten. Es lebt in der Gegenwart. Es denkt nicht über Zukunft nach, also auch nicht über seinen möglichen Tod oder darüber, ob es morgen auch Futter finden wird. Nestbau, Vorratshaltung u. ä. auf zukünftige Entwicklung gerichtete Tätigkeiten laufen - wie es so schön heißt - "instinktiv" ab, ohne im Bewußtsein des Tieres "reflektiert" zu werden.
Das Nachdenken über Zukunft ist Voraussetzung, Einfluß nehmen zu können. Hoffnung ist also auch und vor allem Voraussetzung für zielgerichtetes Handeln der Menschen. Ohne die Hoffnung, Ziele realisieren zu können, würden wir wohl gar nicht erst beginnen, z. B. ein Haus zu bauen, einen Beruf zu lernen, eine Reise anzutreten, Besitz zu erwerben.
Hoffnung ist immer gekoppelt an die Vorstellung einer glücklichen, schönen bzw. sinnvollen Zukunft, an Verbesserungen des Ist-Zustandes bzw. an ein erfolgreiches Beenden eines gegenwärtigen Prozesses. |
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| 2. Sprachanalysen, Assoziationen, Symbole usw. im Zusammenhang mit Hoffnung |
| Assoziationen |
Optimismus als "positives Hoffen"
Pessimismus als "negatives Hoffen"
Zukunftsschau, Zukunftsplanung
Hoffnung – Ahnung, Sehnsucht – Ziele – Visionen – Utopien
Glaube – Hoffnung - Liebe (Neues Testament, siehe unter 6.)
Vorfreude: Hoffnung wirkt bereits im Vorfeld als Freude-Auslöser
Furcht und Hoffnung
Trost und Hoffnung
Furcht vor Strafe - Hoffnung auf Lohn (Belohnung) als zwei Seiten der einer Medaille |
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| Die Göttin der Hoffnung |
spes = Hoffnung
In spe (lat.), in der Hoffnung, zukünftig.
Spes ist die röm. Göttin der Hoffnung, Blume oder Kornähre sind ihre Attribute.
Das Wort "Esperanca" enthält dieses "spe" und
bedeutet ebenfalls Hoffnung und der Erfinder der Kunstsprache "Esperanto" hatte als Pseudonym "Doctore Esperanto" - "der Hoffende".
Im Englischen steht "hope" für "hoffen" und für "vertrauen (auf)".
Hoffen bzw. "hope" hängt mit "hüpfen" zusammen - wohl weil ein Mensch in Vorfreude / Erwartung zappelt und hüpft.
Das englische Wort "single" bedeutet u. a. Ziel, Hoffnung.
Das Wort "Wüst" hängt mit „wahn“ zusammen und bedeutet sowohl Hoffnung, Meinung als auch „leer“.
Ich interpretiere es so:
Hoffnung ist das zu füllende noch leere, der aufgespannte Möglichkeits-Raum, in den hinein etwas geschehen kann. Hoffnung muß "sich er-füllen" können, sonst wird sie zur "falschen Hoffnung". |
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| Ein "hoffnungs-loser Fall" |
So wird gern ein Mensch genannt, der "unverbesserlich" ist. Manch einer ist "hoffnungslos" verliebt. Wer keine Hoffnung mehr hat, ist wohl der unglücklichste Mensch. Mit Hoffnung auf einen Sinn des Erlebten bzw. auf eine Besserung der Zustände kann der Mensch wahrscheinlich ziemlich viel Schlimmes ertragen.
Ohne Hoffnung auf irgendetwas angenehmes Zukünftiges bzw. ohne Glauben an den Sinn des Lebens wird das Leben in letzter Konsequenz "sinnlos". |
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| Guter Hoffnung sein |
Diesen Ausdruck für "schwanger sein" findet man heutzutage seltener. Früher wurde er gern verhüllend verwendet, weil man die Dinge nicht gern so direkt beim Namen nannte.
Doch direkter kann man Schwangerschaft wohl nicht beim Namen nennen: in guter Hoffnung auf ein gesundes Kind sein, in froher Erwartung des kommenden Menschen, von dem man nicht viel weiß, nur eines: er wird das eigene Leben grundsätzlich verändern.
Man sagt oft, daß "Kinder unsere Zukunft" sind. Man hofft, daß es "ihnen besser geht", daß sie das eigene, vielleicht erst angefangene Lebenswerk fortsetzen werden. Vieles von dem, was wir heute tun, hat ja nur wirklich Sinn, wenn es eine Zukunft hat. Wozu sonst sollten Bücher geschrieben, Kunstwerke erschaffen, wissenschaftliche Erkenntnisse gesammelt werden, wenn nicht auch in dem Gedanken, daß sie zukünftigen Generationen nützlich sein könnten.
Kinder sind die Hoffnung eines Landes.
Wehe dem Land, das seine Kinder vernachlässigt!
Wehe dem Land, das seinen Frauen die Möglichkeit nimmt, ohne Angst und Sorge zu gebären und Kinder groß zu ziehen.
Das bringt sich um seine Zukunft. |
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Von S. Kirkegard (1813 – 1855) stammt der Spruch:
„Schwanger sein heißt,
guter Hoffnung sein
und Hoffen heißt,
die Möglichkeit
des Guten erwarten.“ |
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| Symbole |
Es ist nicht so ganz einfach, Glücks- und Hoffnungssymbole zu trennen. Bekannt ist grün als die Farbe der Hoffnung und der Anker als das aus dem Seemannsleben übernommene Hoffnungssymbol: der "Rettungsanker".
Der Regenbogen wird in der Bibel als Zeichen des Bundes zwischen Gott und den Menschen beschrieben - in diesem Sinne ist auch er ein Hoffnungszeichen.
In der "Büchse der Pandora", die alle möglichen Übel enthielt, die sich der Göttervater Zeus für die Menschen ausgedacht hatte, war auch die Hoffnung enthalten.
Ich bin noch am Recherchieren - da es verschiedene Versionen der Interpretation gibt: einmal wird die Hoffnung als Übel gesehen, das den Menschen nur zu weiterer Qual gegeben wird und sie abhalten soll, dem Leid der Welt durch den Freitod zu entrinnen, zum anderen heißt es, daß die Hoffnung in der Büchse zurückblieb, sich nicht mit über die Welt ausbreitete. Vielleicht war sie als "letzte Rettung" gedacht, all den Übeln doch trotzden zu können? Ich bleibe dran und ergänze dann hier, was ich gefunden habe.
Die "bleierne Zeit", ein Ausdruck aus einem Gedicht Hölderlins, meinte ursprünglich, man solle auch dann ein Vorhaben beginnen, wenn die Umstände (bzw. der Zustand mangelnder Hoffnung auf Besserung)zunächst dagegen zu sprechen scheinen. Auch spätere Künstler haben in diesem Sinne auf diesen Ausdruck zurückgegriffen.
Im weitesten Sinne können alle Symbole der Auferstehung bzw. der Wiedergeburt auch als Zeichen der Hoffnung gewertet werden: nach jedem Tod bzw. Ende gibt es ein neues Leben, einen neuen Anfang. Die Symbole des Phönix aus der Asche bzw. der Uroboros-Schlange (einer Schlange, die sich in den Schwanz beißt bzw. selbst auffrißt) sind wohl die bekanntesten nichtchristlichen Symbole dafür.
Bei den Ägyptern galt Isis, die "ewige Erlöserin der Menschheit" und Göttin der Schöpfung, auch als Hoffnungs- bzw. Schicksals-Gottheit.
Viele Begriffe im Zusammenhang mit Hoffnung deuten auf Lichtsymbolik hin:
Hoffnungsschimmer, Hoffnungsschein, Hoffnungsfunke, Hoffnungsstrahl, ...
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| 3. Physik und Zukunft |
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Physik ist in besonderem Maße die Wissenschaft, die versucht, zukünftige Ereignisse zu "berechnen" bzw. die Bedingungen zu erkennen, unter denen sie mit Sicherheit oder hoher Wahrscheinlichkeit geschehen.
In diesem Sinne ist sie eine Folge der Fähigkeit des Menschen, hoffen zu können. Andererseits lebt sie selbst von der Hoffnung, ihre Vorhersagen mögen sich erfüllen. |
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| 4. Optimismus |
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Eine Zeitlang übten sich einige meiner Zeitgenossen in Sprüchen wie: "Macht endlich Schluß mit diesem verlogenen Pessimismus. Bitte etwas mehr realistischen Optimismus."
Als ich dann las, daß das fast wörtlich eine Parole von Goebbels war, die er im Herbst 1941 herausgegeben hatte, fing ich an, um die Zukunft Deutschlands zu fürchten.
Die hochphilosophische Frage hinter all diesem Gerede hat u. a. Immanuel Kant gestellt:
Was darf ich hoffen?
Hoffnungslosigkeit ist vermutlich schlimmer und unterträglicher als alles andere: Leid, Krankheit, Einsamkeit, Armut.
Wissend um diese Eigenschaft des Menschen haben Religionen ( Hoffnung auf das Jenseits) und Machtphilosophien (Hoffnung auf Anerkennung und Beachtung durch andere Menschen) seit eh und je Hochkonjunktur.
Der Pessimist gehört nicht in dieses Thema: sein Lebensprinzip heißt "Hoffnungslosigkeit" - unabhängig von den äußeren Umständen.
Ihm steht der "unverbesserliche Optimist" gegenüber, der so etwas wie "Galgenhumor" besitzt und selbst in der scheinbar ausweglosesten Situation sich nicht aufgibt.
Die Buddhisten haben diese Fähigkeit zu einem ihrer grundlegendsten Prinzipien gemacht: der "heiteren Gelassenheit". Sie hilft, mit allen Lebensumständen, auch den hoffnungslosesten, umgehen zu können.
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Optimismus gilt oft als Dummheit. Dümmer ist Pessimismus, der sich als Venunft gebärdet.
Henryk Sienkiewicz
(Literatur-Nobelpreis, Autor von u. a. "Quo Vadis") |
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Hoffnung entfesselt die Phantasie, macht sie frei von den Klugscheißern, die immer schon vorher wissen, daß etwas nicht geht. Ohne diese Phantasten, die daran glaubten, daß es einen westlichen Weg nach Indien über das Meer geben muß, daß man auf den Mond fliegen kann - wer weiß, ob wir ohne sie überhaupt noch existieren würden.
Eines weiß ich ganz sicher: ohne die Phantasten, die an das Gute im Menschen glauben und eine gute, schöne, harmonische, fröhliche, sinnvolle, friedliche, erfüllte Zukunft vor uns sehen, werden wir jedenfalls nicht mehr lange existieren. |
Da ich mich selbst zu diesen Phantasten rechne, habe ich eine ganze Webseite darüber angelegt: www.heitere-zukunft.de - klick hier:
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| 5. Das "Prinzip Hoffnung" |
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Ernst Bloch wurde mit diesem Buch berühmt. Gelesen hat es wohl kaum ein Mensch. Aber man kann sich sehr gebildet geben, wenn man das "Prinzip Hoffnung" erwähnt. Viele lieben es, diese zwei Worte zynisch bis herablassend auszusprechen. Sie halten Menschen für lächerlich, die "angesichts der Zustände" noch hoffen, z.B. darauf, daß die Menschheit sich zum besseren entwickeln könnte.
Dem "Prinzip Hoffnung" ließ der Theologe Prof. Jürgen Moltmann das Buch " Theologie der Hoffnung" folgen. Es geht darin um die "praktischen Konsequenzen christlicher Zukunftserwartung". |
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| 6. Religionen als "Selbst-Erhaltungs-Trieb" der Menschheit? |
| Die Angst vor dem Alter |
Ich versuche, diese Fragen aus folgender Perspektive so zu sehen:
Unsere Lebenserfahrung zeigt, daß das Alter als Endabschnitt des Lebens mit Krankheit, Gebrechlichkeit, Vergeßlichkeit, Nutzlosigkeit und anderen Beschwerden für die meisten Menschen nicht als lebenswerte Perspektive erscheint. Nur wenn "danach" noch etwas kommt oder wenn diese Erfahrung des Alterns einen Sinn haben sollte, kann man das Alter ertragen. Suizid ist eine sehr häufige Todesursache alter Menschen.
Wenn weder ein "danach" noch ein Sinn im Alter zu finden sind, scheint der einzige Ausweg Selbstmord in jungen Jahren zu sein. Man könnte vermuten, diese schlimme Aussicht auf das Alterns hätte schon zum Aussterben der Menschheit geführt. Sollte wirklich der Selbsterhaltungstrieb das verhindert haben? Oder kann man sagen, die Religionen sind das Ergebnis dieses Selbsterhaltungstriebes? Indem sie ein "nachher" behaupten, können sie den Menschen diese Angst vor dem Altern nehmen.
Manchmal habe ich den Eindruck, daß Religionen glauben, das "Recht, auf Hoffnung" gepachtet zu haben. Sie sehen Hoffnung nur im Glauben an einen Gott, an Jesus, an Allah. Alle Religionen sind "Hoffnungskonzepte" in dem Sinne, daß sie versuchen, den Menschen die Zukunft schmackhaft zu machen.
Manchmal binden sie Hoffnung an das Erscheinen, die Wiederkehr bzw. Wiedergeburt eines religiösen Führers (Christus, Buddha), der dann alles "richten" wird - in Ordnung bringen wird, was die Menschen allein nicht zustande gebracht haben.
Weiblicher Spiritualität sind solche religiösen Konzepte ziemlich fremd. Aber das gehört in ein anderes Kapitel dieser Webseite.
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| Hoffnung in der Bibel |
In der Bibel spielt die Hoffnung eine große Rolle. Am berühmtesten von allen Textstellen ist wahrscheinlich der Satz aus dem Neuen Testament, aus dem ersten Brief von Paulus an die Korinther, Kapitel 13 (auch bekannt als das Hohelied der Liebe), Vers 13, :
"Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, aber die Liebe ist die größte unter ihnen." |
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| Rituale zur Einflußnahme auf die Zukunft |
Das Ritual, für das Erhoffte (bzw. Erwünschte) zu beten, ist weit verbreitet. Es birgt die Gefahr, passiv zu werden, nicht selbst handelnd auf Ziele hinzuarbeiten. In diesem Sinne waren Religionen schon immer ein Instrument herrschender Gruppen, die Aktivitäten der Massen einzuschränken, zu kontrollieren, zu kanalisieren. Andererseits halfen sie, die Aktivitäten von Menschen(-gruppen) zu bündeln und so erfolgreicher zu machen.
Märchen beginnen oft mit dem zauberhaften Satz:
"In alten Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat ..."
Es gab Orakel zur Zukunftsbefragung, man versuchte, negativen Zukunftsaussagen zu entgehen, doch meist (siehe Ödipus) half es gar nichts, die vorhergesagte Zukunft erschien als "unausweichlich". Astrologen usw. hatten ähnliche Aufgaben - hierbei ging es wohl vor allem darum, in einer risikohaften Entscheidung das Vertrauen in die Richtigkeit der gewählten Version zu stärken.
Heute hat man das "positive Denken" und diverse Wunsch-Erfüllungs-Programme zur Vermarktung freigegeben. Viele behaupten ja, daß es wirklich funktioniert mit der Wunscherfüllung durch Gott, Kosmos, Engel oder andere Kräfte. |
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| Welchen Einfluß habe ich auf (meine) Zukunft? |
Dem Beten und passiven Warten auf eine äußere Hilfe steht der scherzhaft gemeinte, jedoch mit tiefernstem Hintergrund zu sehende Satz gegenüber:
"Hilf dir selbst, so hilft dir Gott."
Denn - in diesem Bild ausgedrückt - kann Gott nur helfend in einen Prozeß eingreifen, indem er begünstigende Umstände bzw. Bedingungen schafft.
"Gottes Segen" liegt auf dem Werk eines Menschen, heißt es dann. Wenn Menschen nichts tun, nützen auch die besten Bedingungen nichts. "Von allein" geschieht nichts, zumindest nichts positives.
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| Die Physik lehrt: die gewünschte (bzw. erhoffte) Zukunft macht Arbeit. |
Das hat nun durchaus wieder etwas mit Physik zu tun, dem sogenannten 2. Hauptsatz der Thermodynamik, der beschreibt, daß ein System, in dem keine (zielgerichtete) Arbeit verrichtet wird, ins Chaos, in Unordnung bzw. Zerstörung übergeht.
Ordnung schaffen, zielgerichtetes Handeln - all das sind Prozesse, die nicht nur einen Plan, sondern vor allem Energie benötigen: man muß sich schon ziemlich anstrengen, wenn man auf seine Zukunft Einfluß nehmen will. Hoffen allein genügt nicht ... |
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| 7. Gibt es eine "beste" Zukunft? |
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Ist eine "beste Zukunft" denkbar? Sind das nicht immer nur Utopien, Wunschvorstellungen, Illusionen gewesen?
- Welche ist überhaupt die beste denkbare Zukunft?
- Welche von den möglichen, den auch wirklich machbaren "Zukünften" ist die beste?
- Oder sollte es doch nur eine einzige geben? Ein Schicksal, eine absolute, unausweichliche Determiniertheit, der wir nicht entrinnen können?
- Haben wir Einfluß auf unsere Zukunft?
- Wer hat Einfluß auf seine Zukunft oder die Zukunft anderer Menschen?
- Wer hat keinen Einfluß auf seine eigene Zukunft oder die Zukunft anderer Menschen?
- Welchen Einfluß haben Sie auf Ihre Zukunft? Wie wünschen Sie sich Ihre Zukunft, wie wünschen Sie sich diese auf gar keinen Fall? |
Vor vielen Jahren soll in den USA mal jemand mit einem Plakat rumgelaufen sein, auf dem soll gestanden haben:
"Der nächste Weltkrieg kommt bestimmt. Du bist der einzige Mensch, der ihn verhindern kann!" |
| 8. Ansichten anderer über die Hoffnung - eine klitzekleine, nicht repräsentative Auswahl |
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Lasciate ogni speranza voi ch'entrate.
Laßt jede Hoffnung, ihr, die ihr eintretet. |
Dantes »Göttlicher Komödie«, Schluß der Inschrift über der Höllenpforte |
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Niemand lasse die Hoffnung daran fahren, daß Gott eine große Tat an ihm will.
Von Luther ist auch das Bild von dem Apfelbäumchen:
Und wenn ich wüßte, daß morgen die Welt unterginge, würde ich heute einen Apfelbaum pflanzen.
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Martin Luther
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Gibt es eine "Kraft der Verzweiflung" oder nur ein "Absinken der Kraft in die Hoffnungslosigkeit"? |
Assoziation im Zusammenhang mit Teilhard de Chardins "Der Mensch im Kosmos" |
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Kunst ist das Auffinden der in einer Weltlage verborgenen Hoffnung. |
Peter Hacks |
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Matriarchat als WIRKLICH SCHON GELEBTE, WIRKLICH MÖGLICHE FORM EINER GEWALTFREIEN GESELLSCHAFT kann Hoffnung geben, daß eine gewaltfreie Gesellschaft auch in der Zukunft möglich ist. |
Heide Göttner-Abendroth |
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Die Hoffnung der Frauen liegt laut Friedrich Nietzsche darin:
„Möge ich den Übermenschen gebären!“ |
Ich habe noch nicht eine einzige Frau gehört, die das gesagt hätte. |
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