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08. 07. 2009
Hexe
Weibliches Wissen, Denken und Erkennen
Stationen eines "eigen-willigen" Erkenntnisweges
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Fridolins "Weg  ins Leben" - erste Kontaktsuche

Steter Tropfen
höhlt den Stein ...

Auf diese Seite beschreibe ich einzelne Etappen bzw. Eckpunkte meiner Kontaktsuche, ohne dabei eine protokollarische Übersicht aller Einzelversuche zu geben. Ich will eher die Tendenzen und Erfahrungen dieser Zeit vorstellbar machen.
  1. Die ersten Briefe an Prof. Jürgen Moltmann und an Fritjof Capra (1998)
 
  2. Der Antrag auf Förderung  (1998 / 1999)  
  3. Kontaktsuche in Wittenberg (1999)  
  4. Ein Rückblick in die Zeit vor 1999 - über feministische Wissenschaftskritik und männliche Arroganz gegenüber Frauenwissen - Die Gleichstellungsbeauftragte von Sachsen-Anhalt und der Vortrag an der MLU Halle (1999)  
  5. Die  erste Krise  und ihre Überwindung (2000 )  
  6. Kontakte zu Humboldt-Uni und dem Zentrum für Frauen-Forschung (1996-2003)  
  7.  Die Ausarbeitung eines ersten Lesematerials  (2000-2001)  
  8.  Die zweite Krise (2002)  
  9. Sponsoren-Suche (2003)  
  10. FiNuT, NuT e. V. und die Physikerinnentagung (2003)  
  11. Die Arbeit im stillen Kämmerlein (2003 - 2005)  
  12. Die Starthilfe für die Website (Dezember 2005)  
1. Die ersten Briefe (1998)
Briefe an Prof. Jürgen Moltmann und Fritjof Capra
Im Sommer 1997 hatte ich in Jürgen Moltmanns Buch "Gott und die Schöpfung" von der "creatio continua" gelesen, der "ständigen Schöpfung" und war von diesem  Gedanken begeistert.  Nun, als ich sah, daß mein Modell diese "creatio continua" sozusagen in der Sprache der Physik beschrieb, mußte ich ihm einfach schreiben. Er antwortete mir sehr freundlich und bat mich, meinen Brief an Professor Ewald weiterreichen zu dürfen, der gerade das Buch "Die Physik und das Jenseits" geschrieben hatte.
   
Fritjof Capras  Bücher "Wendzeit", "Neues Denken" und vor allem das "Tao der Physik" hatten mir gezeigt, daß seine  und meine Erkenntnisse   kompatibel waren. Ich formulierte es damals so: Capra muß mein Modell nur als Bindeglied in seine Erkenntnislinie einbeziehen, damit sie sich zum Ring zusammenfügt.  Ich hatte ständig das Gefühl, wenn er meinen Gedankenansatz einbeziehen würde, einmal aus der Sicht meines Modells auf seine bisherigen Erkenntnisse sähe, würde es bei ihm einen riesigen AHA-Effekt geben.

Nun war die Situation günstig. Meine Nichte hatte im September 1998 in Washington  als  Au-Pair-Mädchen  zu arbeiten begonnen. Wir telefonierten gelegentlich und ich bat sie, die Adresse von F. Capra herauszubekommen. Sie schaffte es sogar, mit ihm zu telefonieren, der - als er hörte, daß sie Deutsche ist - das Gespräch sofort in deutscher Sprache weiterführte (er ist ja Österreicher).  Er gab ihr seine Postanschrift und ich schrieb ihm  einen langen, wohl viel zu langen und viel  zu umständlichen Brief.  Ich bekam einen  Einheitsbrief zurück, den er offenbar allen Leuten schickte, deren Briefe er gar nicht lesen konnte.

Natürlich ist so ein Mann viel beschäftigt und kann gar nicht alles lesen, was ihm zugesandt wird, das ist mir klar. Doch mir  war und ist bis heute nicht klar, wie ich seine Aufmerksamkeit für meine Erkenntnisse wecken kann.
2. Der Antrag auf Förderung (1998 / 1999)
Im November 1998 war meine ABM zu Ende gegangen und ich wurde wieder  arbeitslos. In dieser Situation hoffte ich, jemanden zu finden, der mir meine weitere wissenschaftliche Arbeit fördern würde. Denn mir war klar, daß ich diese Idee jetzt weiter bearbeiten muß und daß das auch recht viel Geld kosten kann, wenn ich sie denn öffentlich zur Diskussion stellen will.
Jemand vermittelte mir einen Termin beim Assistenten des damaligen Kultusministers von Sachsen-Anhalt, Herrn Harms,  als der (der Assistent) sich einmal in Wittenberg aufhielt. Ihm schilderte ich meine  Situation - zwischen Tür und  Angel sozusagen.  Die Details der  Absprache sind mir inzwischen entfallen, nur weiß ich, daß es danch noch einen Briefwechsel mit dem Büro des Kultusministers gab, in dem mir mitgeteilt wurde, daß es keinen Weg gäbe, meine wissenschaftliche  Arbeit zu fördern. Fördermittel gäbe es nur für solche Frauen, die bereits auf wissenschaftlichem Gebiet gearbeitet hätten (sprich, die Geld dafür bekommen hatten),  die promoviert hätten und die dann durch Wende oder Kinder pausierten und nun wieder in die wissenschaftliche Arbeit integriert werden sollen.

In einem zweiten Anschreiben aus dem Büro des Kultusministers hatte man meinem  Namen ein "Dr." vorgesetzt.  War das Gewohnheit oder Hohn? Eigentlich traue ich der Bürokratie letzteres nicht zu.
Dieses kleine Erlebnis habe ich in der Erzählung "Marathon" verarbeitet
(in Klatschweib »
  Geschreibsel)
Marathon
 
Ich begriff immer mehr, - und so begegneten mir auch die meisten Menschen in meinem Umfeld - daß wissenschaftliche Arbeit nur dann als solche angesehen ist, wenn sie "fremdbestimmt" ist: wenn sie einen Auftrags- und Geldgeber hat.  Wer im "Eigenauftrag" forscht und arbeitet, ist ein Spinner, ein Hobbyforscher, ein Außenseiter.  Erst recht, wenn eine Frau das macht. Selbst mein eigener Sohn sieht ja meine Arbeit bis heute nur als Hobby an, die keinen  Wert hat. Auch wenn die meisten später verwendeten neuen Ideen, Modelle und Theorien nicht aus wissenschaftlichen Einrichtungen, sondern von Außenseitern kommen, hat diese Gesellschaft offenbar noch immer keinen Weg gefunden, das geistige Potential dieser Außenseiter effektiver in den gesamtgesellschaftlichen geistigen Reichtum zu integrieren.
 
 
In dieser Situation entschied ich mich, meine Lebensbedürfnisse auf ein Minimum zu beschränken und zu versuchen, meine weitere wissenschaftliche Arbeit nur mit meinem Arbeitslosengeld zu finanzieren. Ich zog in eine wesentlich billigere Wohnung aufs Dorf.

In der Folgezeit versuchte ich, mit einzelnen Wissenschaftlern in Kontakt zu kommen - alles ohne Ergebnis. Es kostete lediglich viel Zeit und Geld, denn damals mußte ich alles noch per Papier-Brief erledigen. Die emotionale Seite des "Nicht-Beachtet-Werden" werde ich hier nicht im einzelnen darlegen.   Die Erfahrung als solches, daß es unmöglich ist, mit Wissenschaftlern einen Gedankenaustausch zu beginnen, hat vielleicht auch damit zu tun, daß ich eine Frau bin. Von einigen Männern zumindest weiß ich, daß es unter Geschlechtsgenossen üblich ist, wenigstens eine Höflichkeitsantwort zu versenden.
3. Weitere Kontakte
Auch sprach ich mit der Gleichstellungsbeauftragten der Lutherstadt Wittenberg, Frau Christine Golly (CDU), ob sie mir helfen könne.

Mir schwebte ein Projekt "Physik zum Anfassen" vor, mit dessen Hilfe man Kinder und Jugendliche, vor allem auch Mädchen, für Physik interessieren könnte. Eine ABM, dieses Projekt aufzubauen, hätte mir den nötigen finanziellen Rahmen geben können, nebenbei meine wissenschaftliche Arbeit fortsetzen zu können - ohne die Sorgen und Ängste, die ich inzwischen erlebt habe und ständig weiter erlebe.

Frau Golly sicherte mir zu, sich für einen Termin beim damaligen Arbeitsamtsdirektor, Herrn Dr. Reiner Haseloff (Physiker)  einzusetzen. Nachdem ich wochenlang nichts von ihr hörte, wandte ich mich direkt an das Büro von Dr. Haseloff und bat um einen Termin.  Als ich den erhielt (Anfang Mai 1999), erschien auch Frau Golly zu dem - übrigens im Sande verlaufenden - Gespräch.
Den einzigen Tipp, den mir Dr. Haseloff geben konnte, war, mich an den Pfarrer von Zahna, Herrn Dr. Matthias Schollmeyer, zu wenden, der ein Projekt plane, bei dem verschiedene  arbeitslose Wissenschaftler über eine ABM  wieder in Lohn und Brot kämen.
Auch dieser Hinweis  war ein Anlaß, zurück in mein Geburtsdorf Leetza zu ziehen, da es zur Verwaltungsgemeinschaft Zahna gehört.  Später hatte ich viele interessante Gespräche mit Dr. Schollmeyer, ein Projekt wie oben erwähnt, kam nicht zustande.
 
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4. Die Gleich-Stellungs-Beauftragte und die MLU (1995 - 1999)
Ein Rückblick in die Zeit vor dem Modell - die Jahre 1995 - 1996  
Frau Elke Plöger lernte ich persönlich auf der "Frauenfachmesse 1995" in Hannover kennen. Mit einer Delegation aus Sachsen-Anhalt war ich  im Auftrag meines  Arbeitgebers (ABM Alltagsgeschichte Wittenberg) hingefahren.  Sie arbeitete damals als Staatssekretärin für  Gleichstellung in der Landesregierung in Magdeburg. Ich war begeistert von der engagierten Frau.  Später war sie bösen Anfeindungen ausgesetzt, z. B. warf ihr die vorherige  Gleichstellungsbeauftragte Carmen Stange vor, sie sei "männerfeindlich".


Der genaue Titel ihrer Tätigkeit war anders, komplexer. Er ist mir entfallen.
Das "Gerede" über die feministische Wissenschafts-Kritik
Als dann im Frühjahr 1996 mein Bekannter, den ich "Thomas" nenne,  bei unserer letzten Begegnung anfing, über Elke zu spotten, ihr vorwarf, wie albern doch ihr Gerede von einer "feminstischen Wissenschaftskritik" sei, war das der Auslöser gewesen, überhaupt kritisch an Wissenschaft herangehen zu können.
Vielleicht sollte ich daher nicht Thomas als Vater von Fridolin bezeichnen, sondern Elke als eine weiter Mutter oder als Patentante?
2 = 1 ?
War in der Mathe-Arbeit schon eine Vorahnung des Atommodells zu finden?
Ende November 1997 war Elke, die von Beruf Diplom-Mathematikerin ist, zu einer Veranstaltung in die Evangelischen Akademie nach Wittenberg gekommen. 
Ich brachte ihr meine Mathematik-Arbeit, an der ich bis wenige Minuten zuvor gesessen hatte, im letzten Augenblick vor Beginn der Veranstaltung in die Evangelische Akademie. Als Thema hatte ich gewählt:
"2 = 1 ? Dumme Gedanken eines dummen Weibes über die Krone der Wissenschaft, die Mathematik".
 

Am nächsten Morgen rief sie mich an, sagte, sie habe darin geblättert und köstlich gelacht, und sie fragte mich, ob sie den Text auch an Frau Heidemarie Wüst, damals noch Leiterin der Evangelischen Akademie und von  Beruf Diplom-Ingenieurin  für Silikattechnik,   weitergeben könne. 
Am Rande bemerkt: Frau Wüst wurde kurze Zeit später aus der Evangelischen Akademie "vergrault", wie der Buschfunk munkelte. Sie war wohl für Wittenberg zu "feministisch". 
 
Dieses Unikat mit Handzeichnungen  landete schließlich bei der Philosophin Annegret Stopczyk, die ich auf einer von ihr inhaltlich geführten Matriarchats-Tagung der Evangelischen Akademie im Februar 1998 kennenlernte. Frau Stopczyk bat ich mehrmals, mir die Arbeit zurückzusenden. Ich fürchte, sie ist inzwischen längst im Reißwolf gelandet. Zur Zeit überarbeite ich diese Mathematik-Arbeit und übernehme  Teile daraus in meine  Website www.eine-weibliche-physik.de
zum Thema MATHEMATIK auf meiner WEB-Seite www.eine-weibliche-physik.de
Außer Spesen nichts gewesen ...
Soweit einige Ereignisse aus der Vorgeschichte. Als dann die Ablehnung vom Kultusminister kam, verabredet ich mich noch einmal mit Elke Plöger, um sie um Hilfe und Unterstützung zu bitten. Sie war zu dieser Zeit nicht mehr Staatssekretärin, doch nach wie vor stark in der Frauenarbeit von Sachsen-Anhalt engagiert. Fördermittel konnte sie mir nicht versprechen. Jedoch half sie mir, im Rahmen einer Vortragsreihe in der Martin-Luther-Universität Halle  (MLU) meine Gedanken vorstellen zu können. Diese Reihe nannte sich "Ringvorlesung zur Frauen- und Geschlechterforschung" und wurde von der Gleichstellungsbeauftragten der MLU organisiert. 
Ich jubelte, glaubte ich doch schon, nun den Sprung geschafft zu haben und endlich mit Wissenschaftlerinnen meine Gedanken diskutieren zu können.

Der Vortrag fand dann - äußerst schlecht besucht - am  20. 10. 1999 im "Melanchthonianum" der MLU statt.  
Keine Physikerin, keine Mathematikerin, keine Gleichstellungsbeauftragte waren anwesend, keine Interessentin für  eine Diskussion mit mir.   Spätere Versuche, doch noch in Kontakt mit Wissenschaftlerinnen oder Studentinnen der MLU zu kommen, mißlangen. Mit Mühe bekam ich das nicht einmal kostendeckende Honorar für den Vortrag nach mehreren Monaten und Anfragen.

Danach konnte ich mir solche kostspieligen und zeitaufwendigen Kontakt-Versuche nicht mehr leisten.
5. Die erste Krise (2000)
 Verzweifelt gab ich auf.  Hatte ich im Jahr 1999 irgendwie gehofft, bald eine Förderung meiner Arbeit zu bekommen und so nicht nur eine inhaltliche Beachtung zu finden, sondern auch bald meinen Lebensunterhalt mit meiner wissenschaftlichen Arbeit bestreiten zu können, begriff ich, daß  es nicht möglich sein würde,  Zugang zu dieser Wissenschafts-Szene zu bekommen und meine Gedanken vorstellen zu können.  
Verzweifelt suchte ich nach Auswegen - und fand keine.  Wie ich diese Krise schließlich doch überwand, kann ich heute gar nicht mehr so genau sagen. Irgendwann arbeitete ich weiter, da mir das Thema keine Ruhe ließ. Das war alles.
6. Humboldt-Uni und Frauen-Forschung
Es gibt (gab?) in Berlin ein "Zentrum für interdisziplinäre Frauenforschung". Lange vor der Idee zu meinem Modell hatte ich bereits Kontakt aufgenommen und war an die Physikerin, Frau Dr. Gabriele Motz von der Humboldt-Universität Berlin, verwiesen worden.  Wir telefonierten, tauschten Briefe und ab dem Jahr 2000  (als ich "ins Netz ging") auch Mails aus, sie half mir, als ich Artikel  von Max Planck suchte, indem sie mir Kopien schickte. Sie schenkte mir auch zwei Bücher von Ken Wilber, den ich unbedingt lesen sollte.
Zweimal fuhr ich nach Berlin, um sie persönlich zu treffen. Beim zweiten Mal (nach der Physikerinnentagung 2003) versprach sie mir, mich zu interessanten Diskussionen nach Berlin einzuladen. Seitdem habe ich nichts mehr von ihr gehört.
 
7. Erstes Lesematerial (2000 - 2001)
 Dieses erste Material von ca. 40 DIN A 4 - Seiten schrieb ich Ende des Jahres 2000, ich verschickte und verteilte es an verschiedene  Personen, von denen ich hoffte, ihr Interesse daran wecken zu können.
Da es als Schnellhefter unhandlich und leseunfreundlich war, überarbeitete ich es später zu einer Broschüre (siehe 10.)
8. Die zweite Krise (2002)
Als ich das Buch eines amerikanischen Physikers, John L. Heilbron "Max Planck - ein Leben für die Wissenschaft - 1858 - 1947" las, kam die zweite Krise: Heilbron zeigte, daß die Atomistik mit Macht in die Theoretische Physik  gepreßt wurde, selbst die Vergabe der Nobelpreise lieft unter diesem Aspekt.  Heilbron schrieb auf S. 33 u. a.:
 
 
„Die energische Unterstützung, die Arrhenius Planck zukommen ließ, war nur Teil eines Planes, die Atomtheorie mit Hilfe umsichtiger Preisverleihungen zu fördern.“
Die "Flucht nach vorn" mißlingt
Da ich inzwischen ein recht informatives Material zur Geschichte  der Atomistik gesammelt hatte, auch schon einige "vergessene" Atommodelle gefunden hatte, die mir außerordentlich wichtig erschienen (vor allem Kelvins Wirbelatom), las ich diesen Satz nun aus einer ganz anderen Sicht: Ich begriff, daß hier Interessen im Spiel waren, die - um es vorsichtig zu formulieren - außerhalb der reinen Erkenntnissuche der Physik zu suchen waren.
Nun machte ich mir keine Illusionen mehr: mein Atommodell würde nie und nimmer eine faire Diskussion im Wissenschafts-Betrieb erwarten können.  Es war eine Illusion, anzunehmen, die offizielle Wissenschaft würde es zur Kenntnis nehmen und mich fördern.
Es mußte dringend etwas geschehen: In diesem finanziellen Zustand, in dem ich damals war, konnte ich nicht weiter existieren.   So fing ich an, bundesweit nach Arbeit zu suchen.
Duch zwei Bekannte unterstützt, konzentrierte ich meine Arbeitsplatzsuche auf Bonn und Umgebung. Unter anderem bewarb ich mich im Physikzentrum Bad Honnef der Deutschen   Physikalischen Gesellschaft auf die   Ausschreibung einer Stelle als Wirtschaftsleiterin. Natürlich wurde ich dort abgelehnt.

Die Probleme des Ortswechsels (Stellen- und Wohnungssuche scheiterten am fehlenden finanziellen "Puffer") erwiesen sich schließlich als unlösbar, auch die "Flucht nach vorn" mißlang.
In diesem Jahr 2002   war die Kontaktsuche und die wissenschaftliche Arbeit zum Erliegen gekommen.
 
9. Sponsoren-Suche (2003)
Eine neue Lösung mußte gefunden werden: ich kam auf die Idee, mir Sponsoren  im persönlichen Umfeld zu suchen.   
Die finanzielle Unterstützung, die ich im Jahr 2003 vor allem von meinem Vater erhielt, ermöglichte mir, wieder auf Kontaktsuche zu gehen:
10. FiNuT, NuT e. V. und die Physikerinnen-Tagung (2003)
Mit großer Vorfreude fuhr ich zum "FiNuT"-Kongreß im Jahr 2003 nach Berlin.  Das Lesematerial hatte ich aufbereitet und in Broschürenform erstellt. Auf dem letzten Drücker war sie fertig geworden, nur zwei Exemplare konnte ich ausdrucken und mitnehmen.  Bei diesem Besuch ging es mir weniger um mein Atommodell als erst einmal darum, wieder Anschluß an die Wissenschafts-Szene zu gewinnen. Ich lernte u. a. einige "NuT"-Frauen  und Macherinnen der "Koryphäe", einer Zeitschrift für Frauen in Naturwissenschaft und Technik kennen.
Später verteilte ich ca. 50 Exemplare dieser Broschüre.

Zur Physikerinnentagung im November 2003 meldete ich einen Vortrag an und erhielt nur die Möglichkeit, eine Posterwand zu gestalten.
Daher entschloß ich mich, den Text des "ungehaltenen" Vortrages  ebenfalls in Broschürenform auszuarbeiten.

Ich gab der Broschüre den Titel:
"Denkmöglichkeit für ein neues Atommodell".
Ich betone auch jetzt wieder: dieses Modell ist "denk-möglich". Damit ist noch nichts gesagt über seine Bedeutung, seine Brauchbarkeit,  erst recht nichts über seine Richtigkeit in dem Sinne, ob es helfen kann, die Wirklichkeit  besser zu erkennenn und zu verstehen.
Ausführlicher  informiere ich über die Erlebnissen
auf dem FiNuT-Kongreß und der
Physikerinnen-Tagung  in www.eine-weibliche-physik.de - klick auf das Logo führt in einem neuen Fenster zur Startseite:
siehe meine WEB-Seite www.eine-weibliche-physik.de
Dort ist auch der Text der beiden Broschüren auszugsweise veröffentlicht.  Siehe die Themen "Die Physikerinnen" und "Atommodell"
.
11. Die Arbeit im stillen Kämmerlein (2003 - 2005)
Nach der Physikerinnentagung suchte ich noch einmal die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte von Sachsen-Anhalt, das Büro des Vereins NuT e. V. und Frau Dr. Motz (Zentrum für interdisziplinäre Frauenforschung, HU Berlin) auf, ohne deren Interesse an meiner Arbeit wecken zu können.  Danach war ich mit meinen finanziellen Kräften am Ende. Auch wußte ich nicht mehr, an wen ich mich nun noch wenden und um Unterstützung bitten könnte. So arbeitete ich weiter an den inhaltlichen Fragen - es gab genug zu tun - und kümmerte mich nicht mehr um Kontakte.

Die Kontaktsuche hatte viel Geld und Zeit verschlungen, die Euphorie, andere würden genauso begeistert sein von dem Modell wie ich, war sowieso verflogen, also war das jetzt wohl erst einmal die beste Lösung.
12. Der Start für die  Website (2005)
Bereits im Jahr 2001 hatte ich mit ersten Überlegungen und Experimenten begonnen, ob ich mir eine eigene Webseite  erstellen könnte. Doch ich scheute die Mühe, mir das notwendige Wissen anzueignen, und die Kosten, die das Betreiben einer Website nun einmal verursacht.  Schließlich konnte ich es mir nicht leisten, jemanden dafür  zu bezahlen, mir meine Seite zu erstellen. Also  mußte ich alles  selbst machen. Bei dem, was ich bereits damals  für die Website "angedacht" hatte, wäre sie in Fremdarbeit sowieso unbezahlbar geworden.   Inzwischen stecken - grob überschlagen - mindestens 2000  bis 3000 Stunden Arbeit darin. So spukte längere Zeit die Idee im Kopf herum, ein Buch oder mehrere Bücher zu schreiben.  Doch bei dem Material, das ich aufzuarbeiten hatte, wäre eine Mindestarbeitszeit von 5 Jahren zu erwarten gewesen. Inzwischen weiß ich, daß ich mindestens noch 10 Jahre einplanen muß.
Mir war von Anfang an klar, daß  die Flexibilität einer Internetseite meiner Arbeitsweise besser entsprach als ein starres Buch. 

Eigenartigerweise kam Ende des Jahres 2005 eine Anfrage, wieso ich noch keine Website hätte, und das Angebot einer Startfinanzierung dafür. Der Sponsor will übrigens ungenannt bleiben. Im Dezember 2005 schloß ich einen Vertrag ab - und seitdem arbeite ich an meinen drei  und seit  Herbst 2007 an meinen fünf Webseiten (siehe Konzept).  Ohne diesen äußeren Anstoß   hätte ich vermutlich bis heute keine einzige Website zustande gebracht.
www.brunhild-krueger.de / Fridolin / Fridolins Weg / Kontaktsuche