| 4. Die Gleich-Stellungs-Beauftragte und die MLU (1995 - 1999) |
Ein Rückblick in die Zeit vor dem Modell - die Jahre 1995 - 1996
Frau Elke Plöger lernte ich persönlich auf der "Frauenfachmesse 1995" in Hannover kennen. Mit einer Delegation aus Sachsen-Anhalt war ich im Auftrag meines Arbeitgebers (ABM Alltagsgeschichte Wittenberg) hingefahren. Sie arbeitete damals als Staatssekretärin für Gleichstellung in der Landesregierung in Magdeburg. Ich war begeistert von der engagierten Frau. Später war sie bösen Anfeindungen ausgesetzt, z. B. warf ihr die vorherige Gleichstellungsbeauftragte Carmen Stange vor, sie sei "männerfeindlich". |
Der genaue Titel ihrer Tätigkeit war anders, komplexer. Er ist mir entfallen.
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| Das "Gerede" über die feministische Wissenschafts-Kritik |
Als dann im Frühjahr 1996 mein Bekannter, den ich "Thomas" nenne, bei unserer letzten Begegnung anfing, über Elke zu spotten, ihr vorwarf, wie albern doch ihr Gerede von einer "feminstischen Wissenschaftskritik" sei, war das der Auslöser gewesen, überhaupt kritisch an Wissenschaft herangehen zu können.
Vielleicht sollte ich daher nicht Thomas als Vater von Fridolin bezeichnen, sondern Elke als eine weiter Mutter oder als Patentante? |
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2 = 1 ?
War in der Mathe-Arbeit schon eine Vorahnung des Atommodells zu finden? |
Ende November 1997 war Elke, die von Beruf Diplom-Mathematikerin ist, zu einer Veranstaltung in die Evangelischen Akademie nach Wittenberg gekommen.
Ich brachte ihr meine Mathematik-Arbeit, an der ich bis wenige Minuten zuvor gesessen hatte, im letzten Augenblick vor Beginn der Veranstaltung in die Evangelische Akademie. Als Thema hatte ich gewählt:
"2 = 1 ? Dumme Gedanken eines dummen Weibes über die Krone der Wissenschaft, die Mathematik".
Am nächsten Morgen rief sie mich an, sagte, sie habe darin geblättert und köstlich gelacht, und sie fragte mich, ob sie den Text auch an Frau Heidemarie Wüst, damals noch Leiterin der Evangelischen Akademie und von Beruf Diplom-Ingenieurin für Silikattechnik, weitergeben könne. |
Am Rande bemerkt: Frau Wüst wurde kurze Zeit später aus der Evangelischen Akademie "vergrault", wie der Buschfunk munkelte. Sie war wohl für Wittenberg zu "feministisch". |
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Dieses Unikat mit Handzeichnungen landete schließlich bei der Philosophin Annegret Stopczyk, die ich auf einer von ihr inhaltlich geführten Matriarchats-Tagung der Evangelischen Akademie im Februar 1998 kennenlernte. Frau Stopczyk bat ich mehrmals, mir die Arbeit zurückzusenden. Ich fürchte, sie ist inzwischen längst im Reißwolf gelandet. Zur Zeit überarbeite ich diese Mathematik-Arbeit und übernehme Teile daraus in meine Website www.eine-weibliche-physik.de
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| Außer Spesen nichts gewesen ... |
Soweit einige Ereignisse aus der Vorgeschichte. Als dann die Ablehnung vom Kultusminister kam, verabredet ich mich noch einmal mit Elke Plöger, um sie um Hilfe und Unterstützung zu bitten. Sie war zu dieser Zeit nicht mehr Staatssekretärin, doch nach wie vor stark in der Frauenarbeit von Sachsen-Anhalt engagiert. Fördermittel konnte sie mir nicht versprechen. Jedoch half sie mir, im Rahmen einer Vortragsreihe in der Martin-Luther-Universität Halle (MLU) meine Gedanken vorstellen zu können. Diese Reihe nannte sich "Ringvorlesung zur Frauen- und Geschlechterforschung" und wurde von der Gleichstellungsbeauftragten der MLU organisiert.
Ich jubelte, glaubte ich doch schon, nun den Sprung geschafft zu haben und endlich mit Wissenschaftlerinnen meine Gedanken diskutieren zu können.
Der Vortrag fand dann - äußerst schlecht besucht - am 20. 10. 1999 im "Melanchthonianum" der MLU statt.
Keine Physikerin, keine Mathematikerin, keine Gleichstellungsbeauftragte waren anwesend, keine Interessentin für eine Diskussion mit mir. Spätere Versuche, doch noch in Kontakt mit Wissenschaftlerinnen oder Studentinnen der MLU zu kommen, mißlangen. Mit Mühe bekam ich das nicht einmal kostendeckende Honorar für den Vortrag nach mehreren Monaten und Anfragen.
Danach konnte ich mir solche kostspieligen und zeitaufwendigen Kontakt-Versuche nicht mehr leisten. |
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| 5. Die erste Krise (2000) |
Verzweifelt gab ich auf. Hatte ich im Jahr 1999 irgendwie gehofft, bald eine Förderung meiner Arbeit zu bekommen und so nicht nur eine inhaltliche Beachtung zu finden, sondern auch bald meinen Lebensunterhalt mit meiner wissenschaftlichen Arbeit bestreiten zu können, begriff ich, daß es nicht möglich sein würde, Zugang zu dieser Wissenschafts-Szene zu bekommen und meine Gedanken vorstellen zu können.
Verzweifelt suchte ich nach Auswegen - und fand keine. Wie ich diese Krise schließlich doch überwand, kann ich heute gar nicht mehr so genau sagen. Irgendwann arbeitete ich weiter, da mir das Thema keine Ruhe ließ. Das war alles. |
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| 6. Humboldt-Uni und Frauen-Forschung |
Es gibt (gab?) in Berlin ein "Zentrum für interdisziplinäre Frauenforschung". Lange vor der Idee zu meinem Modell hatte ich bereits Kontakt aufgenommen und war an die Physikerin, Frau Dr. Gabriele Motz von der Humboldt-Universität Berlin, verwiesen worden. Wir telefonierten, tauschten Briefe und ab dem Jahr 2000 (als ich "ins Netz ging") auch Mails aus, sie half mir, als ich Artikel von Max Planck suchte, indem sie mir Kopien schickte. Sie schenkte mir auch zwei Bücher von Ken Wilber, den ich unbedingt lesen sollte.
Zweimal fuhr ich nach Berlin, um sie persönlich zu treffen. Beim zweiten Mal (nach der Physikerinnentagung 2003) versprach sie mir, mich zu interessanten Diskussionen nach Berlin einzuladen. Seitdem habe ich nichts mehr von ihr gehört. |
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| 7. Erstes Lesematerial (2000 - 2001) |
Dieses erste Material von ca. 40 DIN A 4 - Seiten schrieb ich Ende des Jahres 2000, ich verschickte und verteilte es an verschiedene Personen, von denen ich hoffte, ihr Interesse daran wecken zu können.
Da es als Schnellhefter unhandlich und leseunfreundlich war, überarbeitete ich es später zu einer Broschüre (siehe 10.) |
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| 8. Die zweite Krise (2002) |
Als ich das Buch eines amerikanischen Physikers, John L. Heilbron "Max Planck - ein Leben für die Wissenschaft - 1858 - 1947" las, kam die zweite Krise: Heilbron zeigte, daß die Atomistik mit Macht in die Theoretische Physik gepreßt wurde, selbst die Vergabe der Nobelpreise lieft unter diesem Aspekt. Heilbron schrieb auf S. 33 u. a.:
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„Die energische Unterstützung, die Arrhenius Planck zukommen ließ, war nur Teil eines Planes, die Atomtheorie mit Hilfe umsichtiger Preisverleihungen zu fördern.“ |
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| Die "Flucht nach vorn" mißlingt |
Da ich inzwischen ein recht informatives Material zur Geschichte der Atomistik gesammelt hatte, auch schon einige "vergessene" Atommodelle gefunden hatte, die mir außerordentlich wichtig erschienen (vor allem Kelvins Wirbelatom), las ich diesen Satz nun aus einer ganz anderen Sicht: Ich begriff, daß hier Interessen im Spiel waren, die - um es vorsichtig zu formulieren - außerhalb der reinen Erkenntnissuche der Physik zu suchen waren.
Nun machte ich mir keine Illusionen mehr: mein Atommodell würde nie und nimmer eine faire Diskussion im Wissenschafts-Betrieb erwarten können. Es war eine Illusion, anzunehmen, die offizielle Wissenschaft würde es zur Kenntnis nehmen und mich fördern.
Es mußte dringend etwas geschehen: In diesem finanziellen Zustand, in dem ich damals war, konnte ich nicht weiter existieren. So fing ich an, bundesweit nach Arbeit zu suchen.
Duch zwei Bekannte unterstützt, konzentrierte ich meine Arbeitsplatzsuche auf Bonn und Umgebung. Unter anderem bewarb ich mich im Physikzentrum Bad Honnef der Deutschen Physikalischen Gesellschaft auf die Ausschreibung einer Stelle als Wirtschaftsleiterin. Natürlich wurde ich dort abgelehnt.
Die Probleme des Ortswechsels (Stellen- und Wohnungssuche scheiterten am fehlenden finanziellen "Puffer") erwiesen sich schließlich als unlösbar, auch die "Flucht nach vorn" mißlang.
In diesem Jahr 2002 war die Kontaktsuche und die wissenschaftliche Arbeit zum Erliegen gekommen. |
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| 9. Sponsoren-Suche (2003) |
Eine neue Lösung mußte gefunden werden: ich kam auf die Idee, mir Sponsoren im persönlichen Umfeld zu suchen.
Die finanzielle Unterstützung, die ich im Jahr 2003 vor allem von meinem Vater erhielt, ermöglichte mir, wieder auf Kontaktsuche zu gehen: |
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| 10. FiNuT, NuT e. V. und die Physikerinnen-Tagung (2003) |
Mit großer Vorfreude fuhr ich zum "FiNuT"-Kongreß im Jahr 2003 nach Berlin. Das Lesematerial hatte ich aufbereitet und in Broschürenform erstellt. Auf dem letzten Drücker war sie fertig geworden, nur zwei Exemplare konnte ich ausdrucken und mitnehmen. Bei diesem Besuch ging es mir weniger um mein Atommodell als erst einmal darum, wieder Anschluß an die Wissenschafts-Szene zu gewinnen. Ich lernte u. a. einige "NuT"-Frauen und Macherinnen der "Koryphäe", einer Zeitschrift für Frauen in Naturwissenschaft und Technik kennen.
Später verteilte ich ca. 50 Exemplare dieser Broschüre.
Zur Physikerinnentagung im November 2003 meldete ich einen Vortrag an und erhielt nur die Möglichkeit, eine Posterwand zu gestalten.
Daher entschloß ich mich, den Text des "ungehaltenen" Vortrages ebenfalls in Broschürenform auszuarbeiten.
Ich gab der Broschüre den Titel:
"Denkmöglichkeit für ein neues Atommodell".
Ich betone auch jetzt wieder: dieses Modell ist "denk-möglich". Damit ist noch nichts gesagt über seine Bedeutung, seine Brauchbarkeit, erst recht nichts über seine Richtigkeit in dem Sinne, ob es helfen kann, die Wirklichkeit besser zu erkennenn und zu verstehen. |
Ausführlicher informiere ich über die Erlebnissen
auf dem FiNuT-Kongreß und der
Physikerinnen-Tagung in www.eine-weibliche-physik.de - klick auf das Logo führt in einem neuen Fenster zur Startseite:

Dort ist auch der Text der beiden Broschüren auszugsweise veröffentlicht. Siehe die Themen "Die Physikerinnen" und "Atommodell".
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| 11. Die Arbeit im stillen Kämmerlein (2003 - 2005) |
Nach der Physikerinnentagung suchte ich noch einmal die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte von Sachsen-Anhalt, das Büro des Vereins NuT e. V. und Frau Dr. Motz (Zentrum für interdisziplinäre Frauenforschung, HU Berlin) auf, ohne deren Interesse an meiner Arbeit wecken zu können. Danach war ich mit meinen finanziellen Kräften am Ende. Auch wußte ich nicht mehr, an wen ich mich nun noch wenden und um Unterstützung bitten könnte. So arbeitete ich weiter an den inhaltlichen Fragen - es gab genug zu tun - und kümmerte mich nicht mehr um Kontakte.
Die Kontaktsuche hatte viel Geld und Zeit verschlungen, die Euphorie, andere würden genauso begeistert sein von dem Modell wie ich, war sowieso verflogen, also war das jetzt wohl erst einmal die beste Lösung. |
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| 12. Der Start für die Website (2005) |
Bereits im Jahr 2001 hatte ich mit ersten Überlegungen und Experimenten begonnen, ob ich mir eine eigene Webseite erstellen könnte. Doch ich scheute die Mühe, mir das notwendige Wissen anzueignen, und die Kosten, die das Betreiben einer Website nun einmal verursacht. Schließlich konnte ich es mir nicht leisten, jemanden dafür zu bezahlen, mir meine Seite zu erstellen. Also mußte ich alles selbst machen. Bei dem, was ich bereits damals für die Website "angedacht" hatte, wäre sie in Fremdarbeit sowieso unbezahlbar geworden. Inzwischen stecken - grob überschlagen - mindestens 2000 bis 3000 Stunden Arbeit darin. So spukte längere Zeit die Idee im Kopf herum, ein Buch oder mehrere Bücher zu schreiben. Doch bei dem Material, das ich aufzuarbeiten hatte, wäre eine Mindestarbeitszeit von 5 Jahren zu erwarten gewesen. Inzwischen weiß ich, daß ich mindestens noch 10 Jahre einplanen muß.
Mir war von Anfang an klar, daß die Flexibilität einer Internetseite meiner Arbeitsweise besser entsprach als ein starres Buch.
Eigenartigerweise kam Ende des Jahres 2005 eine Anfrage, wieso ich noch keine Website hätte, und das Angebot einer Startfinanzierung dafür. Der Sponsor will übrigens ungenannt bleiben. Im Dezember 2005 schloß ich einen Vertrag ab - und seitdem arbeite ich an meinen drei und seit Herbst 2007 an meinen fünf Webseiten (siehe Konzept). Ohne diesen äußeren Anstoß hätte ich vermutlich bis heute keine einzige Website zustande gebracht. |
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