Im Nachhinein ist das erstaunlichste an dieser Vorgeschichte für mich, wie sich einzelne Erkenntnisse aus den Jahren zuvor ganz plötzlich miteinander verknüpften und etwas vorher noch nie Gedachtes ergaben.
Immer wieder mußte ich mir damals sagen: "Wenn auch nur ein einziger dieser Teil-Gedanke vorher nicht schon gedacht worden wäre (siehe vor allem die Anregungen der "Väter"), wenn er gefehlt hätte in meinem Kopf, wäre es nie zu diesem Modell gekommen."
Diese Gedanken waren mir zuvor als völlig zufällig erschienen, wenn es mich auch etwas stutzig machte, wie sie sich mir sozusagen einer nach dem anderen regelrecht "aufgedrängt" hatten. Neben dem unglaublichen AHA-Erlebnis beim ersten Denken des Modell stand und steht bis heute immer wieder die Verwunderung, wie es überhaupt möglich war, daß alles sich auf eine so eigenartige Weise fügte. Denn natürlich habe ich mich nicht hingestellt und gesagt: "Jetzt will ich mal ein Atommodell machen."
Hier noch einmal die Übersicht über die einzelnen Seiten der Vor-Geschichte meines Atommodells:
Die geistigen Väter: fünf Männer wurden zu geistigen Vätern Fridolins - jeder lieferte einen Gedankenanstoß, ohne den es nicht möglich gewesen wäre, Fridolin zu denken. Auch eine Frau (eine "Tante") wird auf dieser Seite erwähnt.
Am Anfang war alles nur ein Spiel, ein Spiel mit und in Gedanken, ziellos und voller Vergnügen gespielt, ohne mehr dabei zu sehen als die Lust am Denken - doch plötzlich war dieser völlig neue, unglaubliche Gedanke da, der mir keine Ruhe mehr ließ.
Die Taufe - denn natürlich mußte mein geistiges Kind auch einen Namen bekommen - beschreibt, warum ich das Atommodell den unwissenschaftlichen Namen "Fridolin" gab