| 1. Beispiele für gut funktionierene Teamwork - Musterehen |
| Familie Inge und Walter Jens |
Anläßlich des 80 Geburtstages von Inge Jens, der weniger bekannten Ehefrau des mehr bekannten Walter Jens, verrät der Beitrag etwas über die Arbeitsteilung der beiden: |
entnommen der "MZ" vom 10. 2. 2007, S. 8 (Tübingen/dpa) |
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"»Spannend geschrieben durch meinen Mann - sauber erarbeitet durch mich «, beschrieb die Germanistin, die am heutigen Samstag 80 Jahre alt wird, einmal stolz die Arbeitsteilung des Tübinger Publizistenpaares." |
"MZ" siehe Quellen |
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Die besondere Leistung von Inge Jens bei der "Herausgabe und Kommentierung der Tagebücher Thomas Manns aus den Jahren 1933 bis 1955" wird betont, es wird erwähnt, daß sie beide - sie und ihr Mann - den Begriff der "Spiegelfigur" für "Frau Thomas Mann" geprägt hatten. |
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| Ehepaar Nadja Tiller und Walter Giller |
"Nach 50 Jahren Ehe fällt es dem Schauspielerpaar Nadja Tiller (77) und Walter Giller (79) schwer, voneinander getrennt zu sein. "Wir können nicht mehr so gut ohne den anderen sein", sagte Tiller der "Bunten". Beide bekannten sich in dem Interview zu Seitensprüngen. Die Substanz ihrer Ehe sei aber nie in Frage gestellt gewesen. ... |
aus der "MZ" vom 9. 12. 2006, S. V 10 |
| Georg und Emma Herwegh (beide geboren 1817) |
Emma, eine hochintelligente und amazonenhafte Frau, heute würde man sie wohl eine "Emanze" oder "Feministin" nennen, in der "ZEIT" wird sie unter der Überschrift
"Amazone der Freiheit"
vorgestellt. |
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Sie war hochgebildet und sie "ritt wie der Teufel, schoss mit Pistolen, schwamm bei Mondschein in Flüssen und Seen, turnte, rauchte." Als sie von Georg Herwegh hört, setzt sie alles daran, ihn kennenzulernen. Es wird eine "Liebe auf den ersten Blick", die bis zu seinem Tod 1875 hält, mit allen Höhen und Tiefen. Denn eines wird in dem Artikel der ZEIT deutlich: hier hatten sich Seelenverwandte getroffen, Menschen die einfach füreinander bestimmt waren.
Interessant zu lesen, daß eine Wohngemeinschaft mit Jenny und Karl Marx sowie dem Publizisten Arnold Ruge und dessen Frau in Paris geplant war .
Gemeinsam kämpfen sie in der Revolution 1848, mit Flugblättern und mit Waffen. Auf der Flucht wurde sie "zur ersten Heerführerin der deutschen Geschichte" - für eine Nacht.
Es gab eine Zeit der Trennung- doch die hielten sie nur für zwei Jahre durch.
Denn schon damals war es wohl nicht so leicht, "freie Liebe zu leben und Treue zu retten". |
aus einem Beitrag der Wochenzeitung "DIE ZEIT" vom 18. März 2004, S. 9,
von Michail Krausnick,
Original-Textstellen in Anführungsstrichen |
| Jeanne-Claude und Christo |
Beide wurden am gleichen Tag geboren, sie in Casablanca in Marokko, er in Bulgarien. Vor 51 Jahren lernten sie sich in Paris kennen, waren seitdem ein Paar - privat und in ihrer Arbeit. Nun ist sie im Alter von 74 Jahren gestorben. Sie galten als unzertrennlich, wie soll er allein weiterleben? Es muß jetzt furchtbar für ihn sein, er wird sich fühlen, als wäre er selbst fast gestorben.
Das ist wohl der Preis für das außerordentliche und so seltene Glück, das beide in ihrem Leben hatten: sich zu finden und diese Kunst, die sie berühmt machte, gemeinsam schaffen zu dürfen.
Im Jahr 1995 verhüllten sie das Reichstagsgebäude in Berlin. Vielleicht hat diese Arbeit mit beigetragen, Berlin wieder zur Hauptstadt Deutschlands zu machen und ein Zusammengehörigkeitsgefühl Ost-West wachsen zu lassen. |
aus den Nachrichten im Novemer 2009 |
| Karl Valentin und Liesl Karlstadt |
Ein Ehepaar waren sie nicht, doch Liesl Karlstadt war wohl sehr verliebt in diesen Mann. Der Regisseur Jo Baier, der den Spielfilm über die beiden drehte ("Liesl Karlstadt und Karl Valentin") sagt über die beiden "Ich bin davon überzeugt, dass keiner der beiden ohne den anderen das erreicht hätte, was sie zusammen erreicht haben."
Also gehören die beiden auch mit hier in die Sammlung von Beispielen, wie Teamwork von Mann und Frau für beide vorteilhaft ist. |
gefunden in der MZ vom 10. 12. 2008, S. 23 |
| Helmut und Loki Schmidt - ein Traumpaar - Liebe auf den ersten Blick |
Im Oktober 2010 verstarb 91jährige die Frau des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt. Sie kannten sich seit ihrer Kindheit, rauchten die erste Zigarette gemeinsam und rauchten gemeinsam ein Leben lang. Beinahe hätten sie es geschafft, 70 Jahre miteinander verheiratet zu sein.
Woran erkannte man bei ihnen diese unglaubliche Gemeinsamkeit in allem? An den Blicken, mit denen sie sich ansahen?
Wie lebt ein Mensch nach einer solchen Beziehung allein weiter, kann man das überhaupt? |
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| 2. Ein Goethe-Zitat über die Unterschiede im Denken von Mann und Frau, die sie "teamfähig" machen |
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Eduard: ».... Nun danke ich dir, daß du mich freundlich angehört hast; jetzt sprich aber auch recht frei und umständlich und sage mir alles, was du zu sagen hast; ich will dich nicht unterbrechen.«
»Recht gut,« versetzte Charlotte; »so will ich gleich mit einer allgemeinen Bemerkung anfangen. Die Männer denken mehr auf das Einzelne, auf das Gegenwärtige, und das mit Recht, weil sie zu tun, zu wirken berufen sind, die Weiber hingegen mehr auf das, was im Leben zusammenhängt, und das mit gleichem Rechte, weil ihr Schicksal, das Schicksal ihrer Familien an diesen Zusammenhang geknüpft ist und auch gerade dieses Zusammenhängende von ihnen gefordert wird. ...« |
aus: Die Wahlverwandschaften
in:
Digitale Bibliothek Sonderband: Meisterwerke deutscher Dichter und Denker, S. 11698 (vgl. Goethe-HA Bd. 6, S. 245 ff.)
Hervorhebungen von mir - B. K. |
| 3. Eine unselige Allianz - Fam. Ceausescu |
| allgemein Fragen |
Oft habe ich mich gefragt und bis heute keine Antwort darauf gefunden, wie es kommt, daß Diktatoren - Macht-Männer - so einen Erfolg bei Frauen haben. Wie kann man - frage ich mich - solche Verbrecher lieben? Wie konnte Eva Braun so an Adolf Hitler hängen, daß sie bereit war, mit ihm gemeinsam in den Tod zu gehen? Wie können Frauen mit Sexualstraftätern zusammenleben, ja ihnen geradezu noch dienen, wenn es um die "Beschaffung" diverser Opfer geht? Wie konnten auch Frauen der Ideologie des Nationalsozialismus verfallen? Was geht im Kopf von Müttern vor, die ihre Söhne bereitwillig in den Krieg oder den selbstmörderischen Terrorkampf schicken? |
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| das rumänische Herrscherpaar Ceausescu |
Man muß üben, diesen Namen überhaupt aussprechen zu können. Heutzutage hört man ihn kaum noch hier in Deutschland: "tscha-o-tsches-kuh".
Im Sommer des Jahre 1989 hatte Erich Honecker das rumänische System noch als eines der letzten Verbündeten der DDR bezeichnet. Erst nach der Wende erfuhren wir mehr über das, was in Rumänien wirklich geschehen war:
Nicolae Ceausescu wird beschrieben als einer "der kaltblütigsten Diktatoren in der östlichen Hemisphäre nach Stalin." Es kam zu unglaublichen Auswüchsen "an Personenkult, der alles in den Schatten stellte, was man über die Formen an hündischer Verehrung zu wissen glaubte."
Welche Rolle dessen Frau Elena spielte, wird in dem Buch offenbar recht ausführlich beschrieben. Agthe spricht von der "grauen Eminenz in diesem Schreckensregime", vom "Ungeheuer".
Offenbar ist sie mit allem, was ihr Mann tat, einverstanden gewesen. War sie auch nur ein "Speichellecker" wie all die anderen, die einen solchen Tyrannen erst möglich machten? Oder war ihre Rolle sogar so, daß sie ihren Mann noch bestärkte in seinem Tun, ihm die moralische Rückendeckung gab? Darüber finde ich nichts in dem Artikel und ich habe keine Lust, das ganze Buch zu lesen - es widert mich schon an, was ich aus diesem kurzen Text erfahren mußte.
Daß diese selben Untergebenen, die sich zuvor an Lobhudelei gegenseitig überboten bis hin zum Titel "unser irdischer Gott", nun im Dezember 1989 "kurzen Prozeß machten" und das Ehepaar unmittelbar nach einem Schauprozeß, der nur eine reichliche Stunde dauerte, sofort erschossen haben, erschütterte trotzdem die Öffentlichkeit. |
Diese Informationen habe ich gefunden
in eiem Beitrag
von Kai Agthe
im ND vom
13. 2. 2010
,
S. 11,
in dem ein Buch von Milo Rau "Die letzten Tage der Ceausescus" vorgestellt wird. |
| 4. Das "mathematisch" berechnete "beste Team" |
| Einer mathematisch-wissenschaftlichen Autorität kann man nicht widersprechen |
Wenn jemand sagt, er habe etwas exakt berechnet bzw. das sei "mathematisch bewiesen", dann werde ich (siehe Startseite) sehr, sehr hellhörig. Wenn dann noch Leute auf die Idee kommen, Partnerbeziehungen nach mathematischen Regeln berechnen bzw. optimieren zu wollen, dürfte dem Mathematisierungs-Wahn die Krone aufgesetzt sein.
Was die Zeitung da berichtet, das könnte - so vermute ich - eine Auswertung unzureichenden statistischen Materials sein. Beweisen kann ich das natürlich nicht, da mir die nötigen Untersuchungsmöglichkeiten fehlen. Daher beschränke ich mich darauf, wiederzugeben, was "Genfer Forscher" da an Erkenntnissen glauben gefunden zu haben:
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gefunden in der MZ vom 13. 2. 2010,
S. 32 |
| Er soll älter und sie klüger sein. |
Es geht um ein "Rezept" für eine glückliche Ehe. Nun steht in dem Artikel nicht, was diese Forscher überhaupt unter "Glück" verstehen, ich vermute einmal, sie meinen eine Ehe, die bis ans Lebensende "intakt" ist, die "funktioniert", weil sie auf einem Handel von Geben und Nehmen beruht, rational, gefühllos, geschäftsmäßig. Fünf Jahre lang haben diese "Forscher" mehr als 1000 Ehepaare "beobachtet", ehe sie nun veröffentlichten, was sie aus ihren Beobachtungen schlußfolgerten.
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"Das Rezept für eine glückliche Ehe liegt nach Ansicht Genfer Forscher in der richtigen Auswahl des Partners und nicht in blinder Liebe.
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Das mathematisch „beste“ Paar: Beide sind Schweizer, haben keine früheren Scheidungen hinter sich, er ist mindestens fünf Jahre älter als sie und sie ist gebildeter als er.“ |
Zitat aus der MZ |
| Liebe "zählt" nicht ... |
... man könnte auch sagen "Liebe rechnet sich nicht". "Blinde Liebe" - was meinen die damit?
Vielleicht das, was Nadja Tiller und Walter Giller bzw. Inge und Walter Jens (siehe oben) ein Leben lang verbunden hat? |
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| PS - alles klar? |
Auf den Blickwinkel kommt es an!
Die Information bekommt vielleicht eine andere Deutung, wenn man erwähnt, um was für "Forscher" es sich da gehandelt hat:
sie sind von der Genfer Fachhochschule für Wirtschaft, also keine Psychologen oder Soziologen. |
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