Das werden mir viele Männer und Jungen - und wahrscheinlich auch einige Frauen - nicht verzeihen, daß ich dem "besten James Bond aller Zeiten" unterstelle, er spielt nur eine "Kitschrolle" von einem Mann: gewaltverherrlichende Szenen soll es ja in dieser neuen Version des "Superhelden" noch mehr geben als zuvor. Und - nicht vergessen - wie immer: "Die Lizenz zum Töten".
Gott sagt: "Du sollst nicht töten!"
Der offenbar über Gott stehende Auftraggeber von 007 darf das Gebot Gottes aufheben, er hat das Recht zu sagen:
"Du darfst ungestraft töten!"
Wieso hat die Kirche nichts dagegen? Wieso wettert Stoiber nicht, daß James-Bond-Filme in Bayern verboten werden? Wieso gibt der Papst nicht ein Rundschreiben raus, daß solche Filme auf den Index gehören, weil sie "Gotteslästerung" sind? Warum wehren sich Männer nicht gegen diese Versimplifizierung des Männerbildes? Brauchen sie solche "Vorbilder"? Wenn ja, wofür? Sind solche Filmrollen männlichkeitsprägend, persönlichkeitsanregend, wirklich herausfordernd? Oder sind sie
nur abgenutztes Klischee, ständige Wiederholung ein und desselben dümmlichen Mannbildes?
007? - Oder doch nur 0815?
Ergänzung im Oktober 2008 :
Nun verstehe ich diese Figur besser, hat doch am 18. 10. 2008 der Sender Kabel1 ein Porträt des Erfinders von "007" gebracht, von Ian Fleming: Ich habe mir nicht die Zeit genommen, es in Gänze anzusehen, was ich in ca. 10 Minuten zu sehen bekam, war mir ausreichend:
Ian Fleming, aus begütertem Elternhaus, Vater als Kriegsheld gefallen, Mutter dominant: sie verfügt noch im Erwachsenenalter des Sohnes über dessen Ausbildung, Berufstätigkeit - und über dessen Liebesleben. Die erste Freundin, die er mit nach Hause bringt, wirft
sie hinaus. Danach entwickelte er sich zum "Frauenschwarm", der die Frauen "eroberter" - wie seine Kunstfigur auch.
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