Im Nibelungenlied wird von meiner Namensvetterin Brunhild (Brünhild, Brunhilde) berichtet, die für eine Frau außerordentliche Körperkräfte besaß und nur einen Mann akzeptieren wollte, der so stark wie sie oder stärker war. Nur ein einziger Mann, Siegfried, konnte sie besiegen. Der nutzte seine Kraft, diese Frau zu unterwerfen und sie einem Schwächling auszuliefern. Ich litt mit dieser Frau, der ich mich durch den gleichen Namen verbunden fühlte. Doch war sie nicht selbst schuld, warum mußte sie sich mit Männern vergleichen wollen, auf einem Gebiet, das nun einmal Männern vorbehalten ist?
Der Leistungswettbewerb zwischen Mann und Frau in dieser Sage verwirrte mich. Es war so absurd, daß eine Frau körperlich stärker sein sollte und stärker sein wollte als ein Mann.
Wenn diese starke Frau einen schwächeren Mann akzeptiert hätte, wäre alles friedlich ausgegangen, oder?
Ist das Absurde dieser Geschichte vielleicht, daß diese Frau "männlich" dachte?
Nomen est omen?
War diese Brunhild ein "Mannweib", keine richtige Frau?
Damals dachte ich natürlich nicht darüber nach, wie Männer über dieser Sagengestalt denken könnten. Bitte - falls ein Mann diese Stelle liest - ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir Ihre
Sicht auf die Brunhild aus dem Nibelungenlied schreiben könnten!
Es ist sehr wichtig für mich, das zu wissen!